Mercedes-Benz Aktie: Diesel-Altlast bremst
Während Mercedes-Benz auf der CES 2026 mit Nvidia die nächste Stufe autonomen Fahrens präsentiert, drückt eine späte Diesel-Rechnung aus den USA auf den Kurs. Die Aktie verliert am Donnerstag deutlich und zählt zu den schwächsten DAX-Werten – trotz bestätigter Kaufempfehlung von JPMorgan.
Die wichtigsten Fakten:
- Aktie fällt auf 59,01 Euro (-2,24%)
- USA-Vergleich kostet 150 Millionen Dollar
- CES-Highlight: Nvidia-KI für autonomes Fahren ab Q1/2026
- A-Klasse zieht komplett nach Ungarn
Vergangenheit trifft Zukunft
Die Diskrepanz könnte größer kaum sein. CEO Ola Källenius präsentiert in Las Vegas die Integration der neuen Nvidia "Alpamayo"-Plattform im elektrischen CLA. Die KI-Technologie ermöglicht erstmals "logisches Denken" für Fahrassistenzsysteme der Stufe Level 2++ und soll bereits im ersten Quartal 2026 in den USA starten. Parallel kündigte der Konzern eine Flotte autonomer S-Klassen als Robotaxis in Abu Dhabi an – gemeinsam mit Partner Momenta.
Doch die Börse honoriert die Zukunftsvision nicht. Stattdessen dominiert eine Meldung aus der Vergangenheit: Mercedes-Benz zahlt bis zu 150 Millionen US-Dollar zur Beilegung zivilrechtlicher Diesel-Emissionsvorwürfe mehrerer US-Bundesstaaten. Davon werden 120 Millionen Dollar sofort fällig und belasten den Free Cash Flow zum Jahresstart.
Umbau läuft parallel
Bestätigt wurde zudem die Verlagerung der A-Klassen-Produktion. Ab dem zweiten Quartal 2026 läuft das Modell vollständig im ungarischen Werk Kecskemét vom Band. Das deutsche Werk Rastatt soll Platz für die margenstärkeren Modelle der neuen MMA-Plattform schaffen, darunter der CLA.
Charttechnik unter Druck
Die Marke von 58,50 Euro rückt in den Fokus. Ein Bruch dieser Unterstützung würde weiteres Abwärtspotenzial in Richtung der 2025er-Jahrestiefs eröffnen. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 36,3 und signalisiert bereits überverkauftes Terrain.
Im Februar folgen die Q4-Zahlen. Das Management steht unter Beweis-Druck: Können die Produktionsverlagerung und der Start der Nvidia-Modelle die Profitabilität 2026 tatsächlich stützen? Bis dahin bleibt die Aktie ein Balanceakt zwischen technologischem Anspruch und finanzieller Altlasten-Bewältigung.
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