Mastercard steigt tiefer ins Cybersecurity-Geschäft ein. Gestern gab der Zahlungsdienstleister eine strategische Partnerschaft mit Cloudflare bekannt, die kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie kritischen Infrastrukturen umfassenden Schutz vor Cyberbedrohungen bieten soll. Die Kombination aus Mastercards Attack-Surface-Monitoring-Tools Recorded Future und RiskRecon mit Cloudflares Application Security-Portfolio zielt auf Millionen potenzielle Kunden ab.

Die Lösung adressiert ein wachsendes Problem: Während Unternehmen ihre digitale Infrastruktur ausbauen, verlieren Sicherheitsteams den Überblick über ihre internetexponierten Systeme. Genau diese Lücke wollen die Partner schließen. Nutzer sollen künftig versteckte Risiken automatisch erkennen, priorisieren und beheben können – alles aus einer einzigen Plattform heraus.

KMU-Fokus mit kommerziellem Potenzial

Die Zielgruppe ist bewusst gewählt: Kleine und mittelständische Unternehmen gelten als "reich an Zielen, arm an Ressourcen" und werden häufiger angegriffen als Großkonzerne. Johan Gerber, Global Head of Security Solutions bei Mastercard, betont die wirtschaftliche Dimension: KMUs erwirtschaften rund die Hälfte des weltweiten BIP. Mit geschätzten Millionen potenzieller Kunden könnte die Partnerschaft Mastercards Position im wachsenden Cybersecurity-Markt deutlich stärken.

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Die technische Integration erscheint durchdacht: Recorded Future identifiziert ungeschützte Assets, bewertet den Sicherheitsstatus mit einem Notensystem von A bis F und ermöglicht direkte Abwehrmaßnahmen über Cloudflares Dashboard. Dan Cimpean, Direktor der rumänischen Nationalen Behörde für Cybersicherheit, unterstreicht die Bedeutung solcher Public-Private-Partnerschaften für den Schutz kritischer Infrastrukturen.

Digitalisierungsstrategie zahlt sich aus

Parallel demonstriert Mastercard in Indonesien, wie digitale Finanzlösungen skalieren. Die Zusammenarbeit mit Amartha, Indonesiens größter P2P-Kreditplattform, zeigt messbare Erfolge: Innerhalb von acht Monaten erhielten über 275.000 Kleinstunternehmerinnen Zugang zu digitalen Krediten. Knapp 900.000 Kunden – fast 50 Prozent der aktiven Nutzerbasis – wickeln ihre Rückzahlungen mittlerweile digital ab.

Die Effizienzgewinne sind beachtlich: Digitale Rückzahlungen kosten mindestens 21 Prozent weniger als Bargeldtransaktionen, Filialen mit volldigitalen Prozessen verzeichnen eine 23-prozentige Produktivitätssteigerung. Für Mastercard bedeutet dies ein Erfolgsmodell, das sich auf andere Schwellenländer übertragen lässt. Indonesiens Digitalwirtschaft soll bis 2030 auf 360 Milliarden Dollar wachsen – ein Markt, in dem Mastercard bereits etabliert ist.

Die Cloudflare-Partnerschaft könnte sich als strategischer Schachzug erweisen. Während das Kerngeschäft mit Zahlungsabwicklung hart umkämpft bleibt, erschließt Mastercard mit Cybersecurity und digitaler Finanzinfrastruktur wachstumsstarke Segmente. Die Aktie dürfte von dieser Diversifizierung profitieren, sofern die angekündigten Lösungen tatsächlich die versprochenen Millionen Kunden erreichen.

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