XRP: Verkaufsdruck bleibt
XRP startet angeschlagen in den Februar. Der Auslöser ist nicht neu: Ripple hat wie geplant wieder Token aus dem Escrow freigegeben. Doch die eigentliche Belastung kommt derzeit eher vom breiten Krypto-Abverkauf – und der Frage, wie viel Angebot kurzfristig am Markt hängen bleibt.
Escrow-Release: planbar, aber nicht folgenlos
Ripple hat am 1. Februar wie vorgesehen 1 Milliarde XRP aus dem Escrow freigeschaltet. Laut On-Chain-Daten erfolgte das in vier Transfers (100 Mio., 400 Mio., 100 Mio. und 400 Mio. XRP). Das Escrow-System existiert seit 2017 und soll die monatlichen Freigaben transparent und kalkulierbar machen.
Wichtig dabei: Ripple gibt die Tokens typischerweise nicht komplett in den Markt. Auch diesmal wurden 700 Millionen XRP wieder in den Escrow zurückgeführt (in zwei Transaktionen über 400 Mio. und 300 Mio.). Unterm Strich bleiben damit netto 300 Millionen XRP entsperrt – ein Detail, das für Anleger entscheidender ist als die „1 Milliarde“ in der Schlagzeile.
Warum XRP trotzdem rutscht
Historisch hatten diese monatlichen Bewegungen oft nur begrenzten Sofort-Effekt, gerade weil der Ablauf erwartbar ist. Der stärkere Treiber scheint aktuell das Marktumfeld: Bitcoin und Ethereum sind ebenfalls auf Mehrmonatstiefs gefallen, und XRP läuft in solchen Phasen häufig mit.
Der Kurs notiert heute bei 1,58 USD – exakt am 52‑Wochentief. Das unterstreicht, wie angespannt die Stimmung nach den Verlusten der letzten Wochen ist.
Ein weiterer Faktor: XRP gilt als stark mit Bitcoin korreliert (im Quelltext: rund 87% Gleichlauf). Dazu kommen makroökonomische Sorgen, etwa die Erwartung, dass Zinsen länger hoch bleiben könnten – ein Umfeld, in dem risikoreiche Assets wie Kryptowährungen oft Gegenwind bekommen.
Wale, ETFs und Chartmarken: gemischte Signale
Auf der Käuferseite gibt es aber Hinweise, dass nicht alle Marktteilnehmer kapitulieren. Laut Santiment-Daten sollen Wallets mit mehr als 1 Milliarde XRP seit Anfang Januar zugekauft haben (Bestände von 23,35 auf 23,49 Mrd. XRP). Gleichzeitig zeigen ETF-Daten kein klares Bild: Seit dem Start im November 2025 wurden zwar insgesamt über 1,3 Mrd. USD in XRP-Spot-ETFs gemeldet, im Januar war die Bilanz wegen starker Abflüsse an einem Tag jedoch zeitweise netto negativ, bevor sich die Zuflüsse zum Monatsende verbessert haben.
Die wichtigsten Marken aus technischer Sicht:
- Unterstützung: 1,55 USD; darunter würde laut Analyse der Bereich 1,46–1,48 USD in den Fokus rücken
- Erholungssignal: erst bei 1,68–1,70 USD
- Größerer Widerstand: 1,97 USD
Zum Kontext gehört auch die Saisonalität: Im Quelltext wird Februar für XRP als statistisch eher schwacher Monat beschrieben (Median -8,12%, im Februar 2025 rund -29%).
Damit ist die Lage klar umrissen: Kurzfristig trifft XRP auf eine Mischung aus zusätzlichem Netto-Angebot aus dem Escrow und einem risk-off Marktumfeld – während größere Wallets und ETF-Zuflüsse zwar stützen können, aber bislang keinen Trendwechsel erzwingen.
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