Malaysias Regierung hat dem australischen Bergbaukonzern Lynas Rare Earths eine neue Betriebslizenz für zehn Jahre erteilt – und damit eine der drängendsten regulatorischen Unsicherheiten im globalen Sektor kritischer Rohstoffe beseitigt. Die Entscheidung sichert dem weltweit wichtigsten Seltene-Erden-Verarbeiter außerhalb Chinas langfristige Planungssicherheit. Doch die Genehmigung kommt mit strikten Umweltauflagen, die den Betrieb bis 2031 prägen werden.

Zehn Jahre Klarheit – mit Bedingungen

Die am 2. März 2026 bestätigte Lizenz läuft bis zum 3. März 2036 und wird nach fünf Jahren überprüft. Sie kann widerrufen werden, falls Lynas gegen Auflagen verstößt. Malaysias Wissenschaftsminister Chang Lih Kang erklärte, die Genehmigung basiere auf einer gründlichen technischen Bewertung unter Berücksichtigung strategischer Interessen des Landes.

Die Auflagen haben es in sich: Jeglicher radioaktiver Abfall, der in den kommenden fünf Jahren entsteht, muss bis 2031 durch Thorium-Extraktion oder andere Methoden behandelt und neutralisiert werden. Eine neue permanente Deponie wird nicht zugelassen. Bestehender radioaktiver Abfall soll in einer noch im Bau befindlichen Entsorgungsanlage gelagert werden, die bis Ende 2026 fertig sein soll.

Strategische Bedeutung für westliche Lieferketten

Die Anlage in Kuantan betreibt Lynas seit 2012 im zentralmalaysischen Bundesstaat Pahang. Sie ist die erste große Raffinerie außerhalb Chinas für Mineralien, die für Hightech-Fertigung unverzichtbar sind. Nach eigenen Angaben könnte das Werk fast ein Drittel der weltweiten Nachfrage nach Seltenen Erden außerhalb Chinas decken – eine Zahl, die angesichts von Chinas Quasi-Monopol bei der Versorgung besonders ins Gewicht fällt.

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Lynas investiert rund 180 Millionen australische Dollar in eine neue Separationsanlage am malaysischen Standort, getrieben von steigender Nachfrage nach schweren Seltenen Erden aus nicht-chinesischen Quellen. Eine Kapitalerhöhung über 932 Millionen australische Dollar im Rahmen des Wachstumsplans „Towards 2030" finanziert den Ausbau der Mine Mt Weld sowie die erweiterte Verarbeitung schwerer Seltener Erden.

Wachsende Nachfrage trifft auf Compliance-Herausforderung

Bloomberg Intelligence rechnet mit einem jährlichen Nachfragewachstum von rund 7 Prozent für wichtige Seltene Erden bis 2030. Bei schweren Seltenen Erden dürfte die Nachfrage sogar um 8 bis 12 Prozent pro Jahr zulegen – getrieben vor allem durch Permanentmagnete in Elektrofahrzeugen und den Ausbau erneuerbarer Energien. Tesla, Ford, General Motors und andere E-Auto-Hersteller sind auf kontinuierliche Lieferungen von Dysprosium und Terbium angewiesen.

Die technische Herausforderung bleibt dennoch erheblich: Die Neutralisierung radioaktiver Abfälle im industriellen Maßstab binnen fünf Jahren – ein Prozess, der laut Regulierungsbehörden typischerweise sieben bis zehn Jahre dauert. Umweltgruppen fordern seit langem den Export der radioaktiven Abfälle durch Lynas. Mit der Lizenz bis 2036 hat das Unternehmen nun ein Jahrzehnt operativer Sicherheit gewonnen – und muss zugleich beweisen, dass es die ambitionierten Umweltauflagen erfüllen kann.

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