Die Aktie des australischen Produzenten Seltener Erden setzt ihren beeindruckenden Lauf im neuen Jahr ungebremst fort und ignoriert dabei eine gewichtige Personalie. Obwohl CEO Amanda Lacaze nach zwölf Jahren überraschend ihren Rücktritt ankündigte, kletterte der Kurs am heutigen Mittwoch um weitere 4,15 Prozent auf 15,68 Australische Dollar (AUD). Anleger scheinen sich derzeit mehr auf die glänzenden operativen Aussichten als auf die Unsicherheit der Nachfolge zu konzentrieren, was dem Titel seit Jahresbeginn bereits ein Plus von über 26 Prozent bescherte.

Eine Ära geht zu Ende

Lacaze hinterlässt große Fußstapfen. Während ihrer Amtszeit seit 2014 transformierte sie Lynas von einem angeschlagenen Minenbetreiber zum weltweit größten Produzenten Seltener Erden außerhalb Chinas. Der Börsenwert explodierte in dieser Zeit von rund 400 Millionen auf fast 15 Milliarden AUD. Um einen geordneten Übergang zu gewährleisten, bleibt die Managerin noch bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im Amt. Marktbeobachter loben ihre Bilanz, insbesondere die erfolgreiche Umschuldung und den strategischen Aufbau neuer Verarbeitungsanlagen, als fundamentale Basis für den aktuellen Erfolg.

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Operative Stärke treibt den Kurs

Der Optimismus der Investoren stützt sich primär auf massive Wachstumsprognosen. Broker-Schätzungen gehen davon aus, dass sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2026 auf 1,1 Milliarden AUD verdoppeln könnte. Verantwortlich für diesen erwarteten Sprung sind zwei Faktoren: Zum einen soll die Produktion von Neodym und Praseodym (NdPr) um rund 35 Prozent auf 8.800 Tonnen steigen. Zum anderen rechnen Experten mit einer deutlichen Erholung der Verkaufspreise um fast 50 Prozent auf durchschnittlich 118 AUD pro Kilogramm.

Geopolitischer Rückenwind

Zusätzlich profitiert das Unternehmen von der geopolitischen Großwetterlage. Als dominanter Lieferant außerhalb Chinas gewinnt Lynas durch chinesische Exportbeschränkungen weiter an strategischer Bedeutung, insbesondere für die Versorgung der japanischen Industrie. Die geplante Erweiterung des Angebots an schweren Seltenen Erden durch die neue Anlage in Malaysia zielt genau auf diesen Bedarf ab, während westliche Regierungen ihre Bemühungen intensivieren, Lieferketten unabhängig von Peking zu sichern.

Trotz der jüngsten Kursgewinne sind sich Analysten uneinig; die Bewertungen halten sich derzeit die Waage zwischen Kaufen, Halten und Verkaufen. Konkrete Impulse dürfte der kommende Mittwoch, der 21. Januar 2026, liefern. Dann präsentiert Lynas die Quartalszahlen für den Zeitraum bis Ende Dezember, gefolgt von einem Analysten-Call, bei dem Investoren genau auf Hinweise zur Umsetzung der Wachstumsstrategie achten werden.

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