Lufthansa Aktie: Seltenes Doppel-Upgrade
Die Lufthansa-Aktie hebt ab. Auslöser ist ein überraschender Schritt der US-Investmentbank Morgan Stanley, der das Vertrauen der Anleger massiv stärkt. Statt einer gewöhnlichen Aufstufung zündeten die Analysten gleich ein „Double-Upgrade“, doch sind die enormen Wachstumsversprechen wirklich realistisch?
- Paukenschlag: Morgan Stanley stuft direkt von „Underweight“ auf „Overweight“ hoch.
- Kursziel: Das Ziel wurde fast verdoppelt auf 9,30 Euro.
- Wachstumstreiber: Analysten erwarten jährlich 20 Prozent mehr EBITDA bis 2027.
- Konkurrenz-Meinung: JPMorgan und Bernstein bleiben deutlich vorsichtiger.
Aggressives Kursziel sorgt für Aufwind
Die Analysten von Morgan Stanley kürten die Kranich-Airline kurzerhand zum „Top Pick“ im europäischen Transportsektor für das Jahr 2026. Entscheidend für diese optimistische Haltung ist das laufende Restrukturierungsprogramm der Lufthansa Group. Die Experten prognostizieren, dass diese Maßnahmen bis 2027 ein durchschnittliches jährliches EBITDA-Wachstum von 20 Prozent freisetzen könnten.
Das neue Kursziel von 9,30 Euro (zuvor 5,40 Euro) suggeriert weiteres Potenzial, auch wenn die Aktie mit aktuell 9,13 Euro diesen Wert fast erreicht hat. Andere Häuser ziehen zwar nach, bleiben aber skeptischer. Bernstein Research erhöhte das Ziel lediglich moderat auf 7,75 Euro, JPMorgan auf 8,00 Euro. Diese Diskrepanz zeigt: Nicht alle Marktbeobachter sind überzeugt, dass der Turnaround so reibungslos verläuft wie von den US-Kollegen skizziert.
Rückenwind durch Ölpreis und Technik
Neben der Analystenmeinung profitiert der Konzern von einem günstigen makroökonomischen Umfeld. Der DAX hat mit über 25.000 Punkten neue Sphären erreicht, was die allgemeine Kauflaune stützt. Gleichzeitig sorgen Berichte über mögliche Öllieferungen aus Venezuela in die USA für fallende Ölpreise. Dies entlastet die Kostenseite der Airline signifikant und verbessert die Margenperspektive.
Auch operativ stellt sich der Konzern neu auf. Eine vertiefte Partnerschaft mit dem Technologieanbieter Amadeus soll die veralteten Buchungssysteme modernisieren. Neun Airlines der Gruppe migrieren auf die neue „Nevio“-Plattform, was mittelfristig die Vertriebseffizienz steigern dürfte.
Charttechnik: Trend bestätigt
Der Blick auf die Kursdaten bestätigt die positive Dynamik. Mit einem Plus von 6,36 Prozent seit Jahresbeginn outperformed die Lufthansa den breiten Markt. Besonders deutlich wird der Aufwärtstrend im langfristigen Bild: In den letzten 12 Monaten legte das Papier um beeindruckende 54,97 Prozent zu.
Die Aktie notiert aktuell deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,30 Euro, was den kurzfristigen Aufwärtstrend technisch untermauert. Allerdings ist der Weg zum 52-Wochen-Hoch von 10,20 Euro noch ein Stück entfernt. Anleger sollten beobachten, ob die Marke von 9,10 Euro auf Wochenschlusskursbasis verteidigt werden kann. Gelingt dies und bleiben die Kerosinpreise niedrig, rückt das ambitionierte Ziel von Morgan Stanley in den Bereich des Möglichen.
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