Der französische Infrastrukturkonzern Vinci hat heute seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und überrascht die Märkte positiv. Mit einem freien Cashflow von 7 Milliarden Euro liegt das Unternehmen deutlich über den Erwartungen der Analysten und markiert einen neuen Bestwert in der Unternehmensgeschichte.

Die American Depositary Receipts von Vinci stiegen nach Veröffentlichung der Zahlen, nachdem sie zuvor noch im Minus gelegen hatten. Ein Zeichen dafür, dass Investoren die Stärke des operativen Geschäfts honorieren.

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Wachstum auf breiter Front

Der Konzernumsatz kletterte um 4 Prozent auf 74,6 Milliarden Euro und übertraf damit die Konsenserwartung von 74,01 Milliarden Euro. Besonders erfreulich: Das Wachstum verteilte sich auf alle drei Geschäftsbereiche.

Im Konzessionsgeschäft legte der Erlös um 4,9 Prozent auf 12,22 Milliarden Euro zu. Der Bereich Energy Solutions verzeichnete ein Plus von 7,8 Prozent auf 29,61 Milliarden Euro, während das Baugeschäft um 1 Prozent auf 33,24 Milliarden Euro zulegte.

Der Nettogewinn stieg auf 4,9 Milliarden Euro – oder 8,65 Euro je Aktie – gegenüber 4,86 Milliarden Euro im Vorjahr. CEO Pierre Anjolras betonte, dass dieser Anstieg trotz der hohen Steuerlast in Frankreich erreicht wurde.

Internationale Expansion trägt Früchte

Bemerkenswert ist die zunehmende geografische Diversifizierung: Knapp 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Vinci mittlerweile außerhalb Frankreichs. In der Heimat selbst wuchs der Erlös um 2 Prozent auf 30,79 Milliarden Euro.

Die Nettoverschuldung sank gleichzeitig um 1,3 Milliarden Euro – ein weiterer Beleg für die solide Finanzaufstellung. Neue Infrastrukturverträge in Großbritannien und Mexiko stärken die Auftragsbücher und versprechen langfristige Erlösströme.

Die kanadische Bank RBC bestätigte ihre Empfehlung "Outperform" mit einem Kursziel von 140 Euro. Analyst Ruairi Cullinane hob besonders den Rekord-Cashflow hervor, der die Konsensschätzungen klar übertroffen habe.

Optimistischer Ausblick auf 2026

Für das laufende Jahr zeigt sich die Konzernführung zuversichtlich. Vinci prognostiziert weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Erstmals legte das Management auch eine Cashflow-Prognose für 2026 vor: 6 Milliarden Euro sollen es werden – auch dieser Wert liegt deutlich über den bisherigen Analystenschätzungen.

Das Unternehmen will seine dezentrale Struktur beibehalten und bei Akquisitionen sowie Auftragsannahmen diszipliniert vorgehen. Die jüngsten Zukäufe entwickeln sich nach Unternehmensangaben vielversprechend und stärken die internationale Präsenz weiter.

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