Der Elektroauto-Hersteller Lucid Group vollzieht eine strategische Wende, um sich von China unabhängig zu machen, und schließt eine wichtige Produktionspartnerschaft. Doch der Markt reagiert skeptisch: Eine neue "Strong Sell"-Einstufung von Zacks Investment Research überschattet die operativen Fortschritte.

Die strategische Neuausrichtung

Interim-CEO Marc Winterhoff bestätigte, dass Lucid China 2026 vollständig aus seiner Lieferkette für Magnete entfernen will. Stattdessen setzt das Unternehmen auf in Saudi-Arabien verarbeitete Seltene Erden, die von einer geplanten Anlage von MP Materials und Maaden bezogen werden sollen. Dieser Schritt ist finanziell motiviert, da die Produktion in Saudi-Arabien mit lokalen Materialien hohe US-Zölle auf chinesische Komponenten umgeht. Die Umstellung begleitet den Hochlauf des Werks in der King Abdullah Economic City (KAEC).

Parallel dazu gab Lucid am 21. Januar eine umfassende Partnerschaft mit Rockwell Automation bekannt. Rockwells Fertigungssoftware, darunter das FactoryTalk® MES-System, soll in allen Bereichen des saudischen Werks integriert werden. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Effizienz zu steigern, während das Werk seine Kapazitäten ausbaut.

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Finanzielle Realität trifft auf Wachstum

Trotz dieser operativen Schritte steht die Aktie unter Druck. Zacks Investment Research stufte Lucid am 23. Januar auf "Strong Sell" herab. Die Analysten begründeten dies mit anhaltenden Bedenken hinsichtlich verfehlter Gewinnerwartungen, insbesondere dem Q3-Gewinn je Aktie von -2,65 US-Dollar, der unter der Schätzung von -2,22 US-Dollar lag.

Diese Bewertung steht im Kontrast zu einem Jahr mit starkem Produktionswachstum. 2025 stellte Lucid 18.378 Fahrzeuge her, ein Plus von 104 % im Jahresvergleich, und lieferte 15.841 Einheiten aus, was einem Anstieg von 55 % entspricht. Die Kosten für dieses Wachstum bleiben jedoch hoch. In den ersten drei Quartalen des letzten Geschäftsjahres erzielte Lucid einen Umsatz von 831,1 Millionen US-Dollar bei Herstellungskosten von rund 1,67 Milliarden US-Dollar, was zu einem erheblichen operativen Verlust führte.

Die strategische Abhängigkeit vom Saudi Public Investment Fund (PIF), der etwa 60 % der Anteile hält, bleibt bestehen. Die Verlagerung der Magnetversorgung und der Ausbau des KAEC-Werks vertiefen Lucids Bindung an die saudische "Vision 2030"-Initiative.

Der nächste wichtige Meilenstein sind die Quartalszahlen am 24. Februar 2026. Die Konsensschätzung der Analysten liegt bei einem Gewinn je Aktie von -2,49 US-Dollar bei einem Umsatz von 461,5 Millionen US-Dollar. Der Erfolg in diesem Jahr hängt maßgeblich von der Nachfrage nach dem neuen "Gravity"-SUV und der termingerechten Einführung der Mittelklasse-Plattform Ende 2026 ab.

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