Die Europäische Kommission hat am 30. März 2026 ein milliardenschweres Rüstungsprogramm verabschiedet, das gezielt die Abhängigkeit von nicht-europäischen Waffenlieferanten reduzieren soll. Für US-Konzerne wie Lockheed Martin bedeutet das eine strukturelle Verschiebung im wichtigen europäischen Markt — und die Börse reagierte prompt.

EDIP: Ein Programm mit klarer Botschaft

Das European Defence Industry Programme (EDIP) umfasst 1,5 Milliarden Euro, davon über 700 Millionen Euro für die Produktion von Anti-Drohnen-Systemen, Raketen und Munition. Entscheidend ist eine Klausel, die den Einkauf von Komponenten aus Nicht-EU-Ländern einschränkt. Damit zielt das Programm direkt auf die Marktposition großer amerikanischer Rüstungskonzerne. Die Lockheed-Aktie verlor am Montag rund 3,1 Prozent — ein Kursrückgang, der die veränderten Erwartungen für das Europageschäft widerspiegelt.

Starkes Heimatgeschäft als Gegengewicht

Im US-Markt hat Lockheed seine Position zuletzt ausgebaut. Das Unternehmen plant, die Produktionskapazität für Precision Strike Missiles (PrSM) zu vervierfachen — aufbauend auf einem bestehenden Army-Vertrag über 4,94 Milliarden US-Dollar. Rahmenvereinbarungen mit Laufzeiten von bis zu sieben Jahren sind möglich.

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Treiber dieser Expansion ist der hohe Verbrauch in aktiven Konfliktregionen. Operationen im Nahen Osten haben die Bestände an Abfangraketen erheblich dezimiert. Lockheed produziert derzeit jährlich rund 600 PAC-3- und 96 THAAD-Abfangraketen; langfristig sollen diese Zahlen auf 2.000 beziehungsweise 400 Einheiten steigen.

Solide Zahlen, gemischte Analystensignale

Das vierte Quartal 2025 verlief besser als erwartet: Der Gewinn je Aktie lag mit 5,80 US-Dollar leicht über der Konsensschätzung von 5,75 US-Dollar, der Umsatz übertraf mit 20,32 Milliarden US-Dollar die Erwartungen von 19,84 Milliarden US-Dollar. Den Jahresabschluss markierte ein Rekordauftragsbestand von 194 Milliarden US-Dollar — das entspricht etwa dem 2,5-fachen des Jahresumsatzes.

Die Analystenbewertungen nach dem jüngsten Kursrückgang fallen unterschiedlich aus:

  • Jefferies: „Hold", Kursziel 630 USD
  • Susquehanna: „Positive", Kursziel 740 USD
  • Konsens: „Hold", durchschnittliches Kursziel 623,16 USD

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Lockheed einen Gewinn je Aktie von 27,15 US-Dollar. Die Quartalsdividende von 3,45 US-Dollar je Aktie entspricht einer Jahresrendite von rund 2,3 Prozent. Der aktuelle Kurs von 518,40 Euro liegt damit rund 10,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom 2. März 2026 — ein Niveau, das den Druck durch die europäische Neuausrichtung greifbar macht.

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