Der DAX startet stark in die neue Woche. Vage Signale aus Washington über Gesprächsfortschritte im Iran-Krieg reichen aus, um die Kauflaune zu wecken – obwohl die Risiken keineswegs vom Tisch sind.

Heute legte der deutsche Leitindex um 1,18 Prozent auf 22.562,88 Punkte zu. Der Auslöser: US-Präsident Trump erklärte, die USA führten ernsthafte Gespräche mit einer neuen iranischen Regierung. Zwölf von 15 Punkten des Forderungskatalogs seien bereits ausgehandelt. Verifizierbar ist das nicht – die Märkte reagierten dennoch erleichtert.

Öl und Inflation als Spielverderber

Gleichzeitig kletterte Brent-Rohöl zeitweise auf über 107 Dollar pro Barrel. Der Ölpreis bleibt der wichtigste Stimmungsbarometer für Konjunktur- und Inflationssorgen. Und die Preisdaten aus Deutschland liefern wenig Beruhigung: Die Verbraucherpreise stiegen im März auf 2,7 Prozent – nach 1,9 Prozent im Februar, der höchste Stand seit mehr als zwei Jahren. Haupttreiber ist der Energiepreisanstieg infolge des Iran-Krieges.

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Marktbeobachter warnen bereits vor einem möglichen Inflationsschock mit Parallelen zur Lage nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges. Ob die preisdämpfenden Effekte im April Bestand haben, ist unsicher. Die zerstörte Infrastruktur im Nahen Osten dürfte einen schnellen Rückgang der Teuerung jedenfalls erschweren.

Auf der Gewinnerseite

Auf Einzeltiteleben gab es deutliche Bewegungen. Südzucker schoss um fast 16 Prozent nach oben – getragen vom erhöhten Zuckerpreis und einer neuen Kaufempfehlung. RTL legte rund 2,7 Prozent zu, nachdem Berichte über geplante Zugeständnisse bei der Sky-Deutschland-Übernahme kursierten.

Suss Microtec hingegen brach zunächst um mehr als 18 Prozent ein – Analysten sehen ein Übergangsjahr mit sinkenden Einnahmen und steigenden Kosten. Am Ende stand noch ein Minus von 6,3 Prozent. Wüstenrot & Württembergische setzte die Kursschwäche vom Freitag fort und verlor knapp 6 Prozent.

Der MDAX schloss mit einem Plus von 0,52 Prozent bei 27.800,49 Punkten. Gold profitierte vom anhaltenden Unsicherheitsumfeld und notierte bei 4.551 Dollar je Feinunze – ein Aufschlag von 1,3 Prozent. Sollte es zu einer weiteren Eskalation im Iran-Konflikt kommen, müssten Anleger wohl mit einer völlig neuen Risikoabwägung beginnen.

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