Am heutigen Freitag blickt der Kryptomarkt auf zwei parallel ablaufende Großereignisse. Während an den Derivatebörsen Optionen in historischem Ausmaß auslaufen, muss die US-Börsenaufsicht SEC zeitgleich über fast hundert ETF-Anträge entscheiden. Diese seltene Konstellation trifft auf einen Markt, der nach der jüngsten regulatorischen Einstufung von Bitcoin als Rohstoff ohnehin unter Hochspannung steht.

Historischer Verfall an den Terminmärkten

Allein auf der führenden Plattform Deribit werden heute Bitcoin-Optionen im Wert von über 14 Milliarden US-Dollar abgewickelt. Das entspricht rund 40 Prozent aller dort offenen Positionen. Für Händler ist dabei die Marke von 75.000 US-Dollar entscheidend. Dieses sogenannte „Max Pain“-Level wirkt oft wie ein Magnet auf den Kurs, da große Marktteilnehmer versuchen, ihre Auszahlungsverpflichtungen so gering wie möglich zu halten.

Das aktuelle Put-Call-Verhältnis von 0,63 signalisiert dabei einen verhaltenen Optimismus der Anleger. Institutionelle Händler verkaufen derzeit Calls bei höheren Basispreisen. Marktbeobachter werten dies als Erwartung eines relativ kontrollierten Ablaufs, trotz der schwelenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

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SEC-Frist trifft auf neues Fundament

Parallel zum Treiben an den Terminmärkten läuft eine kritische Frist der US-Börsenaufsicht SEC ab. Die Behörde muss finale Entscheidungen zu 91 ausstehenden Krypto-ETF-Anträgen für 24 verschiedene Token fällen. Interessant ist dabei die Ausgangslage: Erst Mitte März hatten SEC und CFTC in einer wegweisenden Richtlinie sechzehn Kryptowährungen, darunter Bitcoin, offiziell als digitale Rohstoffe eingestuft.

Diese historische Klärung beseitigt das größte rechtliche Hindernis, das ETF-Zulassungen in der Vergangenheit im Weg stand. Selbst wenn die SEC heute Fristverlängerungen statt sofortiger Genehmigungen ausspricht, bleibt dieses fundamentale rechtliche Fundament bestehen. Jeder verzögerte Antrag kommt künftig mit denselben gestärkten Voraussetzungen zurück auf den Tisch.

Zwischen Geopolitik und Analystenzielen

Aktuell pendelt die größte Kryptowährung bei rund 68.861 US-Dollar und damit spürbar unter ihrem Rekordhoch aus dem vergangenen Oktober. Sobald der heutige Optionsverfall abgewickelt ist, dürften die volatilitätsdämpfenden Effekte der Terminmärkte nachlassen. Dann rücken makroökonomische Faktoren, wie die jüngsten Zinserwartungen, und die Geopolitik wieder unmittelbar in den Fokus der Preisbildung.

Die Analysten von Bernstein lassen sich von der aktuellen Seitwärtsphase nicht beirren. Sie werten den jüngsten Rückschlag als gesunde Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends und halten an ihrem ambitionierten Kursziel von 150.000 US-Dollar fest.

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