Die Übernahme durch Worthington Steel ist besiegelt — und der Markt bewertet Klöckner & Co bereits deutlich höher als der Bieter. Mit einem neuen Dreijahreshoch von 12,10 Euro notiert die Aktie rund zehn Prozent über dem offiziellen Angebotspreis von 11,00 Euro je Aktie.

Markt erwartet höhere Abfindung

Das Übernahmeangebot lief am 26. März 2026 aus. Bis zum Stichtag wurden 49,44 Prozent des Grundkapitals eingeliefert — zusammen mit bereits gehaltenen Anteilen sichert sich Worthington Steel damit die notwendige Kontrolle. Im Anschluss bestätigte die Worthington Steel GmbH per Ad-hoc-Mitteilung, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag anzustreben.

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Genau dieser Schritt treibt die Kursfantasie. Für die verbliebenen außenstehenden Aktionäre schreibt das Gesetz Ausgleichs- und Abfindungsregelungen vor, die auf Basis einer noch ausstehenden Unternehmensbewertung festzulegen sind. Dass die Aktie klar über dem Angebotspreis handelt, zeigt: Marktteilnehmer rechnen mit einer höheren Bewertung als den ursprünglich gebotenen 11,00 Euro. Die Zustimmung der Hauptversammlung steht dabei noch aus.

Kurs weit über dem langjährigen Schnitt

Seit dem Tief im November 2025 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt inzwischen über 58 Prozent — ein Wert, der die Ausnahmenatur dieser Bewegung verdeutlicht. Anders als viele Branchenwerte, die zuletzt unter volatilen Rohstoffpreisen und Konjunktursorgen litten, folgt Klöckner & Co seiner eigenen Logik: der Übernahmesituation.

Für 2026 erwartet der Vorstand ein deutlich steigendes EBITDA vor Sondereffekten, gestützt durch Portfoliooptimierungen und Standortveräußerungen in den USA. Das Ergebnis der noch ausstehenden Unternehmensbewertung im Rahmen des Beherrschungsvertrags dürfte für den weiteren Kursverlauf der entscheidende Anker sein.

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