Klöckner Aktie: Entscheidung naht
Für Klöckner & Co laufen zwei Termine aufeinander zu, die kaum brisanter sein könnten: In drei Tagen endet die Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Worthington Steel – doch die entscheidende Mindestquote fehlt noch. Gleichzeitig legt das Unternehmen am 11. März den Jahresabschluss 2025 vor. Genau diese Kombination könnte in den letzten Stunden vor Fristende zum Zünglein an der Waage werden.
Am Freitag schloss die Aktie bei 11,10 Euro und damit auf einem frischen 52-Wochen-Hoch – ein Kursniveau, das den Fokus noch stärker auf die Frage lenkt, ob genügend Streubesitz-Aktionäre das Barangebot annehmen.
Mindestquote noch nicht erreicht
Worthington Steel braucht für den Deal eine Mindestannahmequote von 65% aller ausstehenden Aktien. Anfang März lag die Annahmequote laut Bericht bei rund 53%. Das ist vor allem deshalb auffällig, weil der Großaktionär Swoctem GmbH seinen Anteil von 41,53% bereits vollständig angedient hat. Heißt unterm Strich: Aus dem verbleibenden Streubesitz müssen in den nächsten Tagen noch spürbar zusätzliche Stücke kommen, sonst scheitert die Transaktion.
Was passiert, wenn die Quote nicht erreicht wird? Dann verfällt das Angebot nach Fristablauf am 12. März (24:00 Uhr, Frankfurt). Bereits angediente Aktien würden den Anlegern zurückgebucht.
11,00 Euro in bar – und was danach möglich wäre
Worthington bietet 11,00 Euro je Aktie in bar. Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner & Co halten das Angebot nach Prüfung für im Interesse der Gesellschaft und verweisen dabei auch auf die einbezogenen Einschätzungen ihrer Finanzberater (Goldman Sachs Bank Europe und Deutsche Bank).
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Kommt der Deal zustande, hat Worthington in der Zusammenschlussvereinbarung zudem zentrale Eckpunkte skizziert: Der Sitz für das Europageschäft soll in Düsseldorf bleiben, und das Unternehmen soll weiterhin eigenständig vom aktuellen Vorstand geführt werden.
Nach Vollzug hängt vieles an der finalen Beteiligungshöhe: Bei weniger als 90% strebt Worthington einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an, ab mindestens 90% wäre auch ein Squeeze-out vorgesehen. Zusätzlich will Worthington nach Abschluss prüfen, ob ein Delisting aus dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse angestoßen werden soll.
Jahresabschluss 2025 als möglicher Impuls
Der Jahresbericht 2025 ist für 11. März terminiert – also unmittelbar vor dem Ende der Annahmefrist. Kann dieser Termin unentschlossene Aktionäre noch bewegen? Zumindest ist der Zeitpunkt ungewöhnlich, weil neue Zahlen kurz vor einem solchen Stichtag häufig als Orientierung dienen, ob man das Angebot annimmt oder auf einen anderen Ausgang setzt.
Begleitet wird die Phase von Bewegung in der Aktionärsstruktur: Die UBS Group AG meldete am 4. und 5. März Schwellenberührungen. Zuletzt lag der gemeldete Gesamtanteil in einer Spanne von 3,59% bis 3,83%, zusammengesetzt aus direkten Stimmrechten sowie Instrumenten wie Equity Swaps und Rückrufrechten auf verliehene Aktien.
Zum Schluss bleibt es damit sehr konkret: Bis zum 12. März entscheidet sich, ob Worthington die Annahmequote von zuletzt rund 53% noch auf mindestens 65% hebt – und am 11. März liefert der Jahresabschluss 2025 möglicherweise den letzten inhaltlichen Anstoß dafür.
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