Klarna steht heute im Rampenlicht der Finanzwelt. Nach einem heftigen Abverkauf in der vergangenen Woche veröffentlicht das Fintech heute seinen vollständigen Jahresfinanzbericht. Während der Aktienkurs seit dem Börsengang massiv unter Druck steht und zuletzt neue Tiefststände testete, meldet das Unternehmen operativ neue Rekorde bei den Nutzerzahlen. Anleger stellen sich nun die Frage: Können die detaillierten Bilanzdaten das Vertrauen zurückgewinnen?

Nutzerzahlen steigen rasant

Unmittelbar vor der heutigen Veröffentlichung der Finanzdaten gab Klarna gestern ein starkes Signal an den Markt. Die App verzeichnet mittlerweile weltweit über 55 Millionen monatlich aktive Nutzer. Besonders die tägliche Interaktion legte deutlich zu und stieg im Jahresvergleich um rund 53 Prozent.

Diese Entwicklung untermauert den strategischen Wandel des Konzerns. Klarna entwickelt sich zunehmend vom reinen "Buy-Now-Pay-Later"-Anbieter zu einer umfassenden digitalen Bankenplattform. Die Zahl der Kunden, die über reine Zahlungsdienstleistungen hinaus auch Bankprodukte nutzen, hat sich im vierten Quartal verdoppelt.

Rückstellungen belasten das Bild

Trotz des operativen Wachstums dominierten an der Börse zuletzt die Sorgen. Die am 19. Februar veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen lösten einen Kursrutsch von rund 23 Prozent aus. Zwar wuchs der Umsatz um 38 Prozent auf über eine Milliarde Dollar, doch das Unternehmen rutschte unter dem Strich in die roten Zahlen.

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Verantwortlich für die Nervosität waren primär die deutlich gestiegenen Rückstellungen für Kreditausfälle. Diese nahmen im Jahresvergleich um 59 Prozent zu. Das Management betonte zwar, dass dies auf das rapide Wachstum des Kreditvolumens und nicht auf eine verschlechterte Zahlungsmoral zurückzuführen sei, doch der Markt reagierte empfindlich auf das erneute Verlustquartal.

Analysten senken den Daumen

Die Reaktion der Experten auf die jüngsten Zahlen fiel eindeutig aus. Mehrere große Investmentbanken, darunter JP Morgan und UBS, kürzten ihre Kursziele drastisch, teils um mehr als 50 Prozent. Seit dem Börsengang im Jahr 2025 hat die Aktie rund 70 Prozent an Wert verloren. Aktuell notiert das Papier bei 12,86 Euro und damit nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief von 10,86 Euro.

Um das Ruder herumzureißen, setzt Klarna weiterhin aggressiv auf Effizienzsteigerung durch Künstliche Intelligenz. Der Umsatz pro Mitarbeiter hat sich seit 2022 mehr als verdreifacht, während die Belegschaft fast halbiert wurde. Diese Maßnahmen sollen die Kostenbasis nachhaltig senken.

Der heute erscheinende vollständige Jahresbericht wird die entscheidenden Details zur Bilanzstruktur liefern. Investoren werden insbesondere die geprüften Zahlen zu den Kreditverlusten genau analysieren, um einzuschätzen, ob der Weg zur Profitabilität trotz der jüngsten Rückschläge intakt ist.

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