Klarna weitet seine Finanzierungskapazitäten deutlich aus. Der Fintech-Konzern hat seine Vereinbarung mit dem Investmentmanager Elliott auf zwei Milliarden Dollar verdoppelt — und sendet damit ein klares Signal in Richtung US-Wachstum.

Die Struktur hinter dem Deal

Die Laufzeit der Fazilität wurde auf drei Jahre verlängert und soll insgesamt bis zu 17 Milliarden Dollar an US-Finanzierungskrediten unterstützen. Das Prinzip: Klarna verkauft neu entstehende Forderungen an von Elliott verwaltete Fonds und hält sie damit außerhalb der eigenen Bilanz — übernimmt aber weiterhin Zeichnung und Verwaltung der Kredite. CFO Niclas Neglen begründet den Schritt mit steigender Nachfrage nach Finanzierungsprodukten, die transparentere Konditionen bieten als klassische Kreditkarten.

Hintergrund ist eine strategische Neuausrichtung: Klarna verschiebt seinen Produktmix hin zu größeren Krediten mit längeren Laufzeiten, dem sogenannten „Fair Financing"-Segment. Dessen Anteil am Bruttowarenwert stieg von 5 % im Vorjahr auf 9 % im späten 2025. Das Angebot soll künftig dem globalen Händlernetzwerk von rund 966.000 Partnern zugänglich gemacht werden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Klarna?

Wachstum trifft auf rote Zahlen

Die Ankündigung des erweiterten Elliott-Deals ließ die Klarna-Aktie an der New Yorker Börse um rund 4 % steigen. Gemessen am Ausgabepreis von 40 Dollar beim Börsengang im September 2025 bleibt der Titel jedoch deutlich im Rückstand — der aktuelle Kurs liegt rund 70 % unter dem 52-Wochen-Hoch.

Das Umsatzwachstum der vergangenen drei Jahre betrug 23,3 %. Auf der Ertragsseite zeigt sich ein anderes Bild: Die operative Marge liegt bei -8,92 %, die Nettomarge bei -10,04 %. Das Forward-KGV von 173,88 spiegelt die hohen Erwartungen wider, die der Markt an das skalierende Digitalbank-Modell knüpft.

Analysten und die Profitabilitätsfrage

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 22,07 Dollar. Einige Projektionen gehen davon aus, dass die Take-Rate — also der Anteil, den Klarna an jeder Transaktion verdient — auf rund 2,5 % sinken könnte, da sich der Umsatzmix stärker in Richtung Händlergebühren verschiebt.

Entscheidend für die Bewertung wird letztlich die Kreditqualität des wachsenden „Fair Financing"-Portfolios sein. Steigen die Ausfallraten mit dem Volumen, gerät die gesamte Kapitalstrategie unter Druck — trotz der Pufferstruktur, die der Elliott-Deal bietet.

Klarna-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Klarna-Analyse vom 25. März liefert die Antwort:

Die neusten Klarna-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Klarna-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Klarna: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...