Klarna Aktie: Berichtstag
Klarna liefert heute den nächsten Prüfstein für Anleger: Das Fintech legt seine vollständigen, geprüften Jahresabschlüsse vor. Nach dem heftigen Kursrutsch nach den Q4-Zahlen geht es jetzt weniger um Schlagzeilen – sondern um Details. Was steckt hinter dem Spagat aus Rekordumsatz und wachsenden Verlusten?
Heute kommen die geprüften Jahreszahlen
Laut dem Q4-Update vom 19. Februar will Klarna die vollständigen Jahresabschlüsse für 2025 am 26. Februar veröffentlichen. Der Bericht soll deutlich mehr liefern als die bislang kommunizierten Eckdaten: geprüfte Bilanzzahlen, ausführliche Risikohinweise und eine granularere Aufschlüsselung nach Segmenten.
Die vorläufigen Zahlen hatten für 2025 einen Umsatz von 3,509 Mrd. US-Dollar ausgewiesen (2024: 2,811 Mrd. US-Dollar). Gleichzeitig wuchsen die Vermögenswerte zum Jahresende 2025 auf 18,797 Mrd. US-Dollar (Ende 2024: 13,804 Mrd. US-Dollar). Genau diese Bilanzentwicklung dürfte nun genauer seziert werden.
Q4: Wachstum ja – Ergebnis dreht ins Minus
Auslöser der Nervosität war das vierte Quartal: Klarna knackte erstmals die Marke von 1 Mrd. US-Dollar Quartalsumsatz und kam auf 1,082 Mrd. US-Dollar (+38% zum Vorjahr). Trotzdem kippte das Ergebnis: Für Q4 stand ein Nettoverlust von 26 Mio. US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal noch 40 Mio. US-Dollar Gewinn ausgewiesen wurden.
Auf Jahressicht meldete Klarna für 2025 einen Vorsteuerverlust von 241 Mio. US-Dollar sowie einen den Aktionären zurechenbaren Nettoverlust von 294 Mio. US-Dollar (0,79 US-Dollar je Aktie). Der Markt reagierte darauf besonders empfindlich, weil damit trotz starkem Wachstum kein klarer Trend Richtung nachhaltiger Profitabilität erkennbar war.
Der Ausblick bremst die Fantasie
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Zusätzlich drückte der Blick nach vorn: Für 2026 stellte Klarna laut Mitteilung eine GMV-Prognose von 155 Mrd. US-Dollar in Aussicht, dazu Q1-Umsatz von 900 bis 980 Mio. US-Dollar und eine adjustierte operative Marge von 6,9% des Umsatzes für das Gesamtjahr. Mehrere Berichte verwiesen darauf, dass vor allem die GMV-Guidance unter den Erwartungen lag – ein Signal für nachlassendes Wachstumstempo.
Entsprechend folgten spürbare Kurszielsenkungen: JP Morgan und UBS reduzierten ihre Ziele jeweils auf 20 US-Dollar (von 40 bzw. 46), Keefe, Bruyette & Woods auf 26 US-Dollar, Wells Fargo auf 32 US-Dollar.
Auch im aktuellen Kursbild spiegelt sich der Druck: Die Aktie notiert bei 12,60 € und damit rund 48% im Minus seit Jahresanfang.
Was der Bericht liefern muss
Der Jahresbericht heute ist deshalb so wichtig, weil er zwei Dinge liefern kann: erstens Klarheit, ob die geprüften Zahlen die bisherigen Angaben bestätigen – und zweitens mehr Transparenz zu Risiken und zur Ertragsqualität hinter dem Wachstum. Immerhin bleiben die operativen Wachstumskennzahlen laut Q4-Mitteilung stark (u.a. 118 Mio. aktive Konsumenten, 966.000 Händler, GMV-Wachstum im Quartal von 32%) – nur übersetzt sich das bislang nicht stabil genug in Gewinne.
Konkret richtet sich der Blick heute darauf, ob Klarna im geprüften Bericht zusätzliche Details zu Verlusttreibern, Risikovorsorge und Segmententwicklung liefert – und ob Management-Kommentare den zuletzt enttäuschten Ausblick für 2026 plausibel einordnen.
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