KKR greift in Fernost zu – und zwar mit vollem Einsatz. Der US-Finanzinvestor hat heute den Kauf des japanischen Elektronikmaterialherstellers Taiyo Holdings bekannt gegeben. Das Volumen des Angebots: rund 528,56 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 3,33 Milliarden Dollar.

Der angebotene Preis liegt bei 4.750 Yen je Aktie – ein Detail, das aufhorchen lässt. Denn das entspricht einem leichten Abschlag von 4,7 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs von Taiyo Holdings. Solche Strukturen sind in japanischen Take-Private-Transaktionen nicht ungewöhnlich, wenn Großaktionäre bereits vorab ihr Commitment signalisiert haben.

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Starke Rückendeckung von Ankeraktionären

Genau das ist hier der Fall. Das Vorstandsgremium von Taiyo Holdings hat das Angebot befürwortet. Gleichzeitig haben drei wesentliche Anteilseigner – der Chemiekonzern DIC Corporation, das mit der Gründerfamilie verbundene Unternehmen Kowa Co. sowie der Aktivistenfonds Oasis Management – ihre Teilnahme zugesagt. Gemeinsam halten sie rund 42,2 Prozent der ausstehenden Aktien.

Oasis Management allein hält knapp 15,62 Prozent der Anteile. Die Gründerfamilie wiederum plant, sich am KKR-eigenen Investmentvehikel zu beteiligen, das Taiyo Holdings künftig halten wird – ein Zeichen, dass das Vertrauen in die Wachstumsstrategie unter KKR-Führung vorhanden ist.

KI und Rechenzentren als Wachstumstreiber

KKR begründet die Übernahme mit dem Potenzial von Taiyo Holdings im Bereich Lötmasken und elektronischen Spezialmaterialien – Produkte, die in der Lieferkette für Rechenzentren, KI-Hardware und Kommunikationsinfrastruktur eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Neben dem Elektronikbereich sollen auch die Pharmaaktivitäten des Unternehmens beschleunigt reformiert werden.

Die Privatisierung soll Taiyo Holdings die nötige Freiheit geben, diese langfristigen Wachstumsziele ohne den Druck kuartalsgetriebener Kapitalmärkte zu verfolgen. An der New Yorker Börse reagiert die KKR-Aktie heute moderat positiv und notiert bei 91,00 Dollar – ein Plus von 0,71 Prozent.

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