Jost Werke Aktie: Kapitalerhöhung schockt
Die Jost Werke-Aktie ist am Dienstagabend nachbörslich auf Tradegate massiv eingebrochen. Bis zu acht Prozent verlor der Titel zeitweise im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs von 65,40 Euro. Der Grund: Das Unternehmen kündigte eine Barkapitalerhöhung an – und nutzt dafür ausgerechnet den Zeitpunkt kurz nach dem Erreichen eines Rekordhochs von 67,80 Euro.
Die Verwässerung kommt nicht ganz unerwartet, wirft aber Fragen auf. Jost will das Grundkapital um bis zu zehn Prozent durch die Ausgabe von maximal 1,49 Millionen neuen Stückaktien erhöhen. Die Bezugsrechte der Altaktionäre werden ausgeschlossen – die neuen Papiere gehen ausschließlich an institutionelle Investoren im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens.
Frisches Geld für "Ambition 2030"
Vorstandschef Joachim Dürr begründet den Schritt mit der Strategie "Ambition 2030". Nach der erfolgreichen Integration von Hyva im vergangenen Jahr sieht Jost offenbar weitere attraktive Übernahmeziele im Off-Highway-Bereich – konkret in der Infrastruktur- und Landwirtschaftssparte. Der Nettoerlös der Kapitalerhöhung soll die finanzielle Flexibilität des Konzerns erhöhen und weiteres wertsteigerndes, profitables Wachstum ermöglichen.
Das Timing ist strategisch gewählt: Die Aktie hatte in den Tagen zuvor ein Allzeithoch markiert, die Bewertung war attraktiv für eine Platzierung. Dennoch reagieren Anleger verschnupft. Der nachbörsliche Kurs pendelte sich zuletzt bei rund 62 Euro ein – ein Minus von gut fünf Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss.
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Zulassung und Lock-up
Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2025 dividendenberechtigt. Die Zulassung zum Handel am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse soll bereits am 27. Februar 2026 erfolgen, der Handelsbeginn ist für den 2. März geplant. An diesem Tag werden die Papiere voraussichtlich auch an die Investoren geliefert.
Jost unterliegt nach Abschluss der Platzierung einer Lock-up-Verpflichtung von 180 Tagen. Das bedeutet: Das Unternehmen darf in diesem Zeitraum keine weiteren Aktien ausgeben oder Kapitalmaßnahmen durchführen – vorbehaltlich üblicher Ausnahmen.
Die Reaktion der Börse zeigt: Kapitalerhöhungen kommen bei Anlegern selten gut an, selbst wenn die strategische Begründung nachvollziehbar ist. Ob die angekündigten Akquisitionen die Verwässerung rechtfertigen, wird sich zeigen. Vorerst dürfte der Titel unter Druck bleiben.
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