Ein kräftiger Vertrauensbeweis der Anleger sorgt für deutlichen Rückenwind am indischen Aktienmarkt. Während die Leitindizes Nifty 50 und Sensex zum Wochenausklang am Freitag ihre Gewinne ausbauten, rücken vor allem strategische Großinvestitionen und ein stabiler Inlandsmarkt in den Fokus. Doch was treibt die aktuelle Zuversicht bei Indien-Investoren konkret an?

Milliardeninvestitionen bei Reliance Industries

Ein zentraler Kurstreiber für den MSCI India Index ist das Schwergewicht Reliance Industries (RIL). Morgan Stanley bestätigte am Freitag die Einstufung „Overweight“ und sieht mit einem Kursziel von 1.803 Rupien ein Aufwärtspotenzial von rund 28 Prozent.

Hinter dem Optimismus steht ein massiver Investitionsplan: Das Unternehmen plant, über die nächsten sieben Jahre rund 110 Milliarden US-Dollar in künstliche Intelligenz (KI), digitale Infrastruktur und erneuerbare Energien zu investieren. Analysten betonen, dass bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 die erste Phase einer Kapazitätserweiterung operativ gehen soll. Die notwendige Finanzkraft ist vorhanden; Reliance generiert jährlich einen operativen Cashflow von etwa 14 bis 15 Milliarden US-Dollar.

Starke Zuflüsse durch Privatanleger

Neben dem Technologiesektor zeigt sich der Finanzsektor robust. Besonders staatliche Banken stützten die jüngste Marktbewegung mit einem Wochenplus von 5,5 Prozent. Aktuelle Daten der indischen Börse NSE belegen zudem eine starke Rückkehr der heimischen Privatanleger. Im Januar 2026 flossen netto rund 169 Milliarden Rupien in den Sekundärmarkt – der höchste Wert seit 14 Monaten.

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Diese starke Inlandsnachfrage dient als Liquiditätspuffer und macht den Markt weniger abhängig von volatilen ausländischen Kapitalströmen. Interessant ist jedoch eine Verschiebung in der Marktstruktur: Erstmals seit 2003 übertrafen die Eigenhändler mit einem Anteil von 34,3 Prozent am Handelsvolumen die Privatanleger.

Fokus auf Umsetzung und Kapitalströme

Der positive Trend beim iShares MSCI India ETF gliedert sich in eine globale Entwicklung ein. Seit Beginn des Jahres 2026 flossen rund 75 Milliarden US-Dollar in internationale Aktien-ETFs, da Investoren angesichts attraktiverer Bewertungen verstärkt Diversifikation außerhalb der USA suchen.

In den kommenden Monaten wird sich der Blick der Anleger auf die operative Umsetzung der KI-Pläne von Reliance Industries richten. Hier steht der Roll-out der ersten Kapazitäten noch in diesem Jahr an. Zudem bleibt die Entwicklung der ausländischen Portfolioinvestoren (FPI) entscheidend. Deren Besitzanteil an indischen Unternehmen erreichte zuletzt ein 15-Jahres-Tief. Eine Erholung dieser Quote, begünstigt durch die seit Anfang 2025 anhaltende Schwäche des US-Dollars, könnte als zusätzlicher Katalysator wirken.

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