IREN liefert eine der spektakulärsten Kursgeschichten im KI-Infrastruktursektor – doch die Aktie schwankt extrem. Innerhalb von zwölf Monaten ging es um über 300 Prozent nach oben, nur um binnen acht Wochen mehr als die Hälfte des Werts wieder zu verlieren. Verantwortlich sind ein Milliarden-Deal mit Microsoft, aggressive Kapitalmaßnahmen und geteilte Analystenmeinungen.

Microsoft-Vertrag verändert Geschäftsmodell

Im November 2025 sicherte sich der australische Rechenzentrum-Betreiber einen KI-Cloud-Auftrag mit Microsoft im Volumen von 9,7 Milliarden US-Dollar. Über fünf Jahre soll IREN 200 Megawatt IT-Kapazität bereitstellen, ausgestattet mit NVIDIA GB300 GPUs. Die erwarteten jährlichen Erlöse: 1,94 Milliarden US-Dollar bei geschätzten 85 Prozent EBITDA-Marge. Microsoft überwies bereits 20 Prozent als Anzahlung.

Damit vollzieht IREN einen radikalen Schwenk vom Bitcoin-Mining hin zur KI-Infrastruktur. Bis Ende 2026 soll der jährliche Umsatz aus dem KI-Cloud-Geschäft auf 3,4 Milliarden US-Dollar steigen.

Quartalszahlen beeindrucken

Die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigen die neue Dynamik:

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  • Umsatz stieg um 355 Prozent auf 240,3 Millionen US-Dollar
  • Gewinn je Aktie: 0,15 US-Dollar (Konsens: 0,14 US-Dollar)
  • Bereinigtes EBITDA kletterte auf 91,7 Millionen US-Dollar

Goldman Sachs sprach von "Hypergrowth", stufte die Aktie aber mit Neutral und einem Kursziel von 39 US-Dollar ein – die Bewertung sei bereits anspruchsvoll.

Analysten uneins über Bewertung

Die Spanne der Kursziele reicht von 39 bis 136 US-Dollar. Roth Capital, Cantor Fitzgerald und BTIG zeigen sich optimistisch, während Goldman Sachs und JP Morgan zurückhaltender agieren. H.C. Wainwright warnt sogar mit einer Verkaufsempfehlung vor hohen Umsetzungs- und Finanzierungsrisiken beim Microsoft-Projekt.

Kapitalerhöhungen belasten

Um das KI-Datencenter-Wachstum zu finanzieren, platzierte IREN im Dezember 2025 Wandelanleihen über 2,3 Milliarden US-Dollar. Insgesamt sammelte das Unternehmen zuletzt rund 8,85 Milliarden US-Dollar ein. B. Riley schätzt dennoch eine verbleibende Finanzierungslücke von 2,7 Milliarden US-Dollar. Die wiederholten Kapitalmaßnahmen sorgen bei Investoren für Verwässerungssorgen.

Mit einem Beta von 4,23 reagiert die Aktie extrem empfindlich auf Stimmungsschwankungen im KI-Sektor. Ob IREN die geplanten 140.000 GPUs bis Ende 2026 tatsächlich ausrollen kann, wird über den weiteren Kursverlauf entscheiden.

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