Der Kursrückgang vom Montag kam nicht aus dem Nichts. IREN, das Unternehmen hinter KI-Rechenzentren und Bitcoin-Mining, verlor in einer einzigen Sitzung knapp 10 Prozent — und die Gründe dafür reichen tiefer als ein einzelner schlechter Tag.

Leerverkäufer setzen auf weiteren Rückgang

Laut Bloomberg-Daten liegt die Short-Quote mittlerweile bei 15,6 Prozent und steigt weiter. Das signalisiert, dass ein wachsender Teil des Marktes auf fallende Kurse setzt. Die Marktkapitalisierung ist inzwischen von über 25 Milliarden auf rund 11,6 Milliarden Dollar geschrumpft — der niedrigste Stand seit September letzten Jahres.

Hinter dem wachsenden Pessimismus stecken zwei Faktoren: die anhaltende Schwäche beim Bitcoin-Preis, die das Mining-Geschäft belastet, und die enormen Kosten des laufenden Rechenzentrumsausbaus. Beide Probleme treffen gleichzeitig.

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Die Lage bei IREN ist dabei kein Einzelfall. Riot Platforms verlor am Montag 7,6 Prozent, Mara Holdings knapp 3 Prozent — der gesamte Sektor steht unter Druck.

Große Pläne, offene Finanzierungsfragen

Die strategische Richtung bleibt unverändert: IREN hat Kaufverträge für über 50.000 NVIDIA B300-GPUs abgeschlossen und will seine Flotte auf insgesamt 150.000 GPUs ausbauen. Das Ziel ist ein annualisierter KI-Cloud-Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar bis Ende 2026 — finanziert durch GPU-Kredite im Volumen von 3,6 Milliarden Dollar zu einem Zinssatz unter 6 Prozent.

CEO Daniel Roberts beschrieb den KI-Infrastrukturboom zuletzt als „permanentes Whack-a-Mole": Der Engpass habe sich von GPUs und Stromversorgung hin zur reinen Rechenzeit verschoben, weil Unternehmen Kapazitäten nicht schnell genug in Betrieb nehmen können.

Die Zahlen des zweiten Quartals zeigen jedoch, wie weit der Weg noch ist. Der Umsatz fiel von 240,3 Millionen auf 184,7 Millionen Dollar, der Nettoverlust lag bei 155,4 Millionen Dollar. Ob der Umbau vom Bitcoin-Miner zum KI-Cloud-Anbieter schnell genug gelingt, um Verwässerungssorgen und steigende Finanzierungskosten zu kompensieren, wird der Markt am 13. Mai beurteilen — wenn IREN die nächsten Quartalszahlen vorlegt.

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