IREN hat eine massive Kapitalmaßnahme abgeschlossen, um die Bilanz für die Expansion im Bereich High-Performance-Computing zu stärken. Nach Wochen der Unsicherheit und einem spürbaren Kursrückgang im November ist die Finanzierung des 9,7-Milliarden-Dollar-Deals mit Microsoft nun gesichert. Mit frischen 2,3 Milliarden US-Dollar in der Kasse rückt die operative Umsetzung der aggressiven Wachstumspläne in den Mittelpunkt.

Günstiges Kapital für schnelles Wachstum

Das Unternehmen bestätigte am Montag den Abschluss der Platzierung von Wandelanleihen im Volumen von 2,3 Milliarden US-Dollar. Dabei gelang es dem Management, die Konditionen für die zukünftige Zinslast deutlich zu verbessern. Die neuen Anleihen, die 2032 und 2033 fällig werden, sind mit extrem niedrigen Zinssätzen von 0,25 % beziehungsweise 1,00 % ausgestattet.

Parallel dazu strukturierte IREN seine bestehenden Verbindlichkeiten um. Rund 544 Millionen US-Dollar an älteren Schulden, die noch mit über 3 % verzinst waren, wurden zurückgekauft. Finanziert wurde dieser Schritt durch die Ausgabe von knapp 40 Millionen neuen Aktien. Um die Verwässerung für Altaktionäre bei einer möglichen Wandlung der Anleihen zu begrenzen, investierte das Unternehmen zudem rund 201 Millionen US-Dollar in sogenannte Capped Calls. Diese Absicherungsgeschäfte greifen bis zu einem Aktienkurs von 82,24 US-Dollar – ein Aufschlag von 100 % auf den Referenzpreis.

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Der Microsoft-Faktor

Diese komplexe finanzielle Neuaufstellung dient einem klaren Zweck: der Finanzierung des KI-Booms. IREN hatte kürzlich einen Cloud-Service-Vertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Um diesen bedienen zu können, muss die Infrastruktur massiv skaliert werden.

Das Unternehmen verfügt derzeit über eine gesicherte Stromkapazität von rund 3 Gigawatt, ein entscheidender Vorteil im energieintensiven Markt für KI-Rechenzentren. Die Nettoerlöse der Finanzierungsrunde von etwa 2,27 Milliarden US-Dollar fließen nun direkt in den Ausbau dieser Kapazitäten. Damit beseitigt das Management die Sorgen der Anleger, ob das nötige Kleingeld für die Erfüllung der Großaufträge vorhanden ist.

Reaktion auf den Kursrutsch

Die Aktie hatte im Vorfeld unter dem Druck der angekündigten Maßnahmen gelitten. Die Angst vor der Verwässerung durch neue Aktien drückte den Kurs im letzten Monat deutlich, was sich im 30-Tage-Minus von rund 23 % widerspiegelt. Mit dem formalen Abschluss der Transaktion ist die Katze nun aus dem Sack, und die Unsicherheit über die Konditionen weicht der Gewissheit über die volle Kriegskasse.

Marktbeobachter werten insbesondere den Cap-Preis der Absicherungsgeschäfte als starkes Signal. Dass das Management Vorkehrungen bis zu einem Kurs von 82,24 US-Dollar trifft, deutet auf eine langfristige Zuversicht hin, die weit über das aktuelle Kursniveau hinausgeht. Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun weg von der Finanzierung hin zur Geschwindigkeit, mit der IREN die Milliarden in operative Rechenleistung umwandeln kann.

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