Intel Aktie: Trumps Lob wirkt
Der US-Chipriese Intel meldet sich eindrucksvoll zurück und verzeichnet vorbörsliche Kursgewinne. Sowohl politisches Lob aus dem Weißen Haus als auch technische Fortschritte auf der CES treiben die Stimmung an. Anleger und Analysten werten die Kombination der Ereignisse als potenzielles Signal, dass der Turnaround unter CEO Lip-Bu Tan an Fahrt gewinnt.
Politischer Rückenwind aus dem Weißen Haus
Haupttreiber der aktuellen positiven Stimmung ist eine direkte Äußerung von US-Präsident Donald Trump. Auf der Plattform Truth Social lobte er ein "großartiges Treffen" mit Intel-CEO Lip-Bu Tan und hob dabei besonders die profitable Rolle des Staates hervor. Für Investoren ist dies ein wichtiges Signal der politischen Unterstützung.
Der Hintergrund: Die US-Regierung hatte sich im August 2025 im Rahmen des CHIPS Act mit rund 10 Prozent an Intel beteiligt. Diese strategische Investition hat sich für die Staatskasse als äußerst lukrativ erwiesen. Der Wert der Beteiligung, ursprünglich rund 8,9 Milliarden Dollar, wird mittlerweile auf über 18 Milliarden Dollar geschätzt. Die Aktie konnte auf Jahressicht bereits um 114 Prozent zulegen und notierte zuletzt bei 41,11 US-Dollar, nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 42,63 US-Dollar.
Technologischer Fortschritt bestätigt
Neben den politischen Schlagzeilen liefern auch fundamentale Entwicklungen Argumente für die Optimisten. Auf der Consumer Electronics Show (CES) 2026 präsentierte der Konzern seine neuen "Core Ultra Series 3"-Prozessoren, bekannt unter dem Codenamen "Panther Lake".
Diese Chips sind für die Zukunft des Unternehmens von entscheidender Bedeutung, da sie auf dem fortschrittlichen 18A-Fertigungsverfahren basieren. Marktbeobachter sehen die erfolgreiche Einführung als Bestätigung, dass Intel seinen technischen Fahrplan einhält und im Wettbewerb um KI-Hardware gegen Konkurrenten wie TSMC wieder Boden gutmacht.
Profis und Analysten uneins
Das Verhalten institutioneller Investoren zeichnet ein gemischtes Bild, deutet aber auf wachsendes Vertrauen hin:
* Norges Bank: Der norwegische Staatsfonds baute eine massive neue Position im Wert von rund 1,58 Milliarden Dollar auf.
* Gewinnmitnahmen: Langfristige Investoren wie das Department of Revenue von Alaska reduzierten ihre Bestände leicht.
* Analysten: Melius Research hob das Kursziel kürzlich auf 50 US-Dollar an und verwies auf den kommenden Upgrade-Zyklus.
Trotz der jüngsten Rally bleibt ein Teil der Wall Street skeptisch. Der durchschnittliche Konsens liegt mit einem Kursziel von rund 32,67 US-Dollar noch immer deutlich unter dem aktuellen Handelsniveau, was auf anhaltende Bedenken hinsichtlich der langfristigen Ausführungsrisiken hindeutet.
Ob die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind, wird sich in Kürze zeigen. Am 22. Januar 2026 stehen die Quartalszahlen an. Dann muss Intel beweisen, dass sich die positive Stimmung und der gestiegene Börsenwert auch in den realen Geschäftsergebnissen niederschlagen.
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