Nvidia steigt bei Intel ein – mit fünf Milliarden Dollar. Der KI-Chip-Gigant sichert sich Produktionskapazitäten in Arizona und stärkt damit Intels Foundry-Geschäft. Doch trotz dieser strategischen Rückendeckung zeigt sich die Intel-Aktie zum Jahresauftakt 2026 volatil.

Nvidia als Großaktionär und Kunde

Die Transaktion hat Gewicht: Nvidia erwarb rund 214,8 Millionen Intel-Aktien zu einem Preis von 23,28 Dollar pro Stück. Der Deal ist direkt an Intels Foundry-Strategie gekoppelt. Nvidia sichert sich Fertigungskapazitäten für den 18A-Prozess in Fab 52, Arizona – eine bewusste Diversifizierung weg von der bisherigen Abhängigkeit von TSMC.

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Für Intel bedeutet das Investment nicht nur frisches Kapital, sondern auch eine Bestätigung der eigenen Technologie-Roadmap. Die Entscheidung Nvidias fällt in eine Phase, in der Intel massiv in den Ausbau seiner Foundry-Sparte investiert und sich als alternative Fertigungsadresse für führende Chip-Designer positionieren will.

Gemischte Signale am Markt

Die Marktreaktion fiel verhalten aus. Nach einem vorbörslichen Plus von 1,8 Prozent auf 37,56 Dollar rutschte die Aktie im regulären Handel zeitweise auf 36,83 Dollar ab. Auch die institutionellen Anleger zeigen sich uneins: Während Generali Asset Management seine Position um über 20 Prozent aufstockte, reduzierte SteelPeak Wealth seine Beteiligung um 6,5 Prozent.

Belastend wirkte eine symbolträchtige Meldung: Apple stufte mehrere Intel-basierte MacBook-Air-Modelle offiziell als „vintage" ein. Finanziell ist der Schritt unbedeutend, doch er markiert das endgültige Ende der Intel-Apple-Ära – ein psychologischer Dämpfer für manche Anleger.

Im Gaming-Segment zeigt sich ebenfalls Gegenwind. Laut Steam Hardware Survey sank Intels Marktanteil unter PC-Spielern auf 55,58 Prozent, während AMD auf 44,42 Prozent zulegte. Stabilitätsprobleme älterer Generationen und starke Ryzen-Prozessoren von AMD hinterlassen Spuren.

Technologie-Wettlauf als Schlüsselfaktor

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird die Umsetzung der 18A-Produktion. Beobachter sehen die Möglichkeit, dass Intel früher als geplant High-NA-EUV-Lithographie einsetzt – potenziell noch vor 2028. Das würde Intel zum ersten Hersteller machen, der ASMLs fortschrittlichste Maschinen in Volumenproduktion nutzt.

Allerdings bleiben Berichte über Nvidias Test-Ergebnisse auf dem 18A-Knoten gemischt. Diese technische Unsicherheit ist der primäre Risikofaktor für das erste Quartal 2026.

Die nächsten Quartalszahlen werden für den 29. Januar erwartet. Anleger dürften vor allem auf aktualisierte Prognosen zum 18A-Hochlauf und konkrete Volumenzusagen von Nvidia achten. Der Konsens unter Analysten tendiert weiterhin zu „Halten" oder „Reduzieren" – die Nvidia-Partnerschaft liefert Liquidität und strategische Rückendeckung, doch die Fähigkeit zur termingerechten Ausführung in Arizona wird über den weiteren Kurs entscheiden.

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