ImmunityBio meldet den entscheidenden Durchbruch in Europa. Die Europäische Kommission hat dem Krebsmedikament Anktiva endgültig grünes Licht gegeben, was die Aktie am Mittwoch in die Höhe katapultierte. Doch rechtfertigt die Markterweiterung diesen massiven Kurssprung nachhaltig?

Grünes Licht aus Brüssel

Die Europäische Kommission erteilte am Mittwoch die bedingte Marktzulassung für das Flaggschiff-Produkt Anktiva zur Behandlung von Blasenkrebs. Damit steht das Medikament nun Patienten in 30 Ländern, darunter allen 27 EU-Mitgliedstaaten, zur Verfügung. Es handelt sich um die erste Immuntherapie in Europa für diese spezifische Form der Erkrankung, bei der Patienten bislang auf chirurgische Eingriffe angewiesen waren, wenn Standardbehandlungen nicht anschlugen.

Dieser Schritt folgt auf eine positive Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde vom Dezember 2025. Die Zulassung erweitert den adressierbaren Markt für ImmunityBio signifikant, da in Europa jährlich mehr als 150.000 Patienten die Diagnose Blasenkrebs erhalten.

Leerverkäufer unter Druck

Die Reaktion an der Börse fiel heftig aus: Die Aktien schossen am Mittwoch um 41,9 Prozent auf 8,54 US-Dollar nach oben. Das Handelsvolumen explodierte förmlich auf fast 80 Millionen Stück – ein Anstieg von 87 Prozent gegenüber dem Durchschnitt.

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Brisant ist die Positionierung der Marktteilnehmer im Vorfeld: Die Leerverkaufsquote hatte kurz vor der Entscheidung mit 13,7 Prozent des Streubesitzes ein Rekordniveau erreicht. Der plötzliche Kursanstieg setzte diese Positionen massiv unter Druck, was die Aufwärtsbewegung durch Eindeckungskäufe beschleunigt haben dürfte. Auch am Optionsmarkt zeigte sich eine hohe Aktivität mit über 30.000 gehandelten Call-Optionen am Tag der Zulassung.

Starke klinische Daten als Basis

Fundament der Entscheidung sind die Ergebnisse der QUILT-3.032 Studie. Diese zeigten eine vollständige Ansprechrate von 71 Prozent bei einer mittleren Wirkungsdauer von über zwei Jahren. Ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität der Patienten ist der Organerhalt: Mehr als 80 Prozent der Studienteilnehmer konnten ihre Blase über einen Zeitraum von drei Jahren bewahren und so eine radikale Entfernung (Zystektomie) vermeiden.

Globale Expansion nimmt Fahrt auf

Mit dem europäischen Markteintritt ist Anktiva nun in vier großen Regulierungszonen zugelassen, nachdem bereits die USA, Großbritannien und Saudi-Arabien grünes Licht gegeben hatten. Das Unternehmen hat diese globale Präsenz in weniger als zwei Jahren seit der ersten FDA-Zulassung aufgebaut. Dieses Tempo schlägt sich bereits in den Geschäftszahlen nieder: Im Geschäftsjahr 2025 wuchs der Umsatz mit Anktiva laut Nasdaq-Daten um über 700 Prozent.

Da es sich in der EU um eine bedingte Zulassung handelt, ist ImmunityBio verpflichtet, weiterhin Langzeitdaten zur Sicherheit und Wirksamkeit zu liefern und die Genehmigung jährlich zu erneuern. Der erfolgreiche Markteintritt in Europa markiert jedoch einen entscheidenden Meilenstein, der die kommerzielle Basis des Unternehmens erheblich verbreitert und die Abhängigkeit vom US-Markt reduziert.

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