IBM Aktie: Solides Geschäftswachstum!
IBM setzt seinen Kursanstieg fort und rückt mit klarer KI-Ausrichtung stärker ins Blickfeld institutioneller Anleger. Der Titel liegt mit rund 35 % Jahresplus deutlich vor dem Gesamtmarkt und notiert nahe 305 US‑Dollar. Im Zentrum stehen dabei die anstehenden Zahlen zum vierten Quartal 2025 und neue Studiendaten zur Rolle von KI in Unternehmen.
Studie signalisiert KI-Schub bis 2030
Eine aktuelle Untersuchung des IBM Institute for Business Value in Kooperation mit Oxford Economics vom 19. Januar zeigt deutlich steigende Erwartungen an Unternehmens-KI. Befragt wurden mehr als 2.000 Top-Manager aus 33 Ländern.
Zentrale Ergebnisse:
- 79 % der Führungskräfte erwarten, dass KI bis 2030 wesentlich zum Umsatz beiträgt (aktuell: 40 %).
- KI-Investitionen sollen bis 2030 um rund 150 % zulegen.
- Produktivitätsgewinne von 42 % werden durch KI-Einsatz erwartet.
- 62 % der KI-Ausgaben sollen bis 2030 in Innovation fließen, weg vom heutigen Schwerpunkt Effizienz.
- 67 % der Befragten rechnen damit, dass KI Ressourcen- und Fachkräftemangel deutlich entschärft.
Laut Mohamad Ali, Senior Vice President IBM Consulting, wird KI bis 2030 zum bestimmenden Faktor für Unternehmensstrukturen. Erfolgreiche Firmen integrieren demnach KI in zentrale Entscheidungen und Prozesse.
Jefferies wird optimistischer
Für zusätzlichen Rückenwind sorgte eine Einstufungsänderung durch Jefferies am 5. Januar. Die Investmentbank stufte IBM von „Hold“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 300 auf 360 US‑Dollar. Begründet wurde dies mit einem klareren Pfad zu beschleunigtem Softwarewachstum im Jahr 2026.
Wichtige Treiber aus Sicht von Jefferies:
- Anhaltendes Momentum im Red-Hat-Geschäft, das das Hybrid-Cloud-Wachstum stützt.
- Strategische Zukäufe wie HashiCorp und die geplante Übernahme von Confluent für 11 Milliarden US‑Dollar.
- Ein stark laufendes Mainframe-Geschäft, das für stabile wiederkehrende Erlöse sorgt.
- Zusätzliche Cross-Selling-Chancen, die das Monetarisierungspotenzial von Open-Source-Lösungen erweitern.
Die im Dezember 2025 angekündigte Confluent-Übernahme zu 31 US‑Dollar je Aktie soll eine umfassende Datenplattform für Anwendungen generativer KI im Unternehmensumfeld schaffen. IBM rechnet damit, dass das Geschäft bis 2027 rund 1,6 Milliarden US‑Dollar zusätzliche Softwareerlöse beisteuert.
Q4 2025: Wichtiger Belastungstest
Am 28. Januar nach US-Börsenschluss legt IBM die Zahlen zum vierten Quartal 2025 vor. Der Konsens erwartet ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 4,30 US‑Dollar und Erlöse von rund 19 Milliarden US‑Dollar. Goldman Sachs geht davon aus, dass der Ausblick für 2026 eine verbesserte Nachfrage widerspiegeln wird.
Im Fokus der Telefonkonferenz stehen vor allem:
- die Dynamik im Softwaregeschäft,
- die Entwicklung des KI-Geschäfts und die Nutzung der watsonx-Plattform,
- der Integrationsfortschritt bei den jüngsten Übernahmen,
- der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 einschließlich Free-Cashflow-Ziele.
Die Zahlen gelten damit als zentraler Test, ob die bisherigen Erwartungen an das KI-getriebene Wachstum unterlegt werden.
Neue Lösung für digitale Souveränität
Am 15. Januar hat IBM „Sovereign Core“ vorgestellt, eine KI-fähige, souveränitätsorientierte Softwarelösung für Unternehmen und Behörden. Das Produkt adressiert steigende Anforderungen an digitale Souveränität in regulierten Branchen. Damit eröffnen sich zusätzliche Chancen insbesondere im öffentlichen Sektor und im Finanzbereich.
Bewertung und Marktstellung
IBM wird derzeit mit rund dem 35‑fachen Gewinn und einer Marktkapitalisierung von etwa 286 Milliarden US‑Dollar gehandelt. Die Aktie bewegt sich mit einem 52‑Wochen-Korridor von 214,50 bis 324,90 US‑Dollar im oberen Bereich ihrer Spanne. Die Dividendenrendite liegt bei etwa 2,2 %.
Die Beteiligung institutioneller Investoren ist hoch: Über 4.500 Fonds halten Positionen, darunter große Adressen wie Vanguard, Geode Capital Management und Capital World Investors, von denen einige ihre Bestände zuletzt ausgebaut haben.
Im Vorfeld der Zahlen am 28. Januar trifft damit eine starke KI-Story auf konkrete Wachstumsprojekte durch Übernahmen und eine etablierte Position in Bereichen wie Hybrid Cloud und Mainframes. Entscheidend wird sein, inwieweit IBM diese strategischen Themen in den kommenden Quartalsguidances in belastbare Umsatz- und Ergebnisziele übersetzen kann.
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