IBM steht eine richtungsweisende Handelswoche bevor. Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse am 28. Januar positionieren sich führende Analystenhäuser überraschend offensiv auf der Käuferseite. Während Anleger angesichts der jüngsten Kurskorrektur Vorsicht walten lassen, sehen Experten in der Software-Strategie und dem KI-Ausbau des Tech-Giganten massives Aufholpotenzial.

Analysten heben den Daumen

Im Vorfeld des Quartalsberichts dominiert bei den Marktbeobachtern der Optimismus. Der Fokus liegt dabei klar auf der Software-Sparte, insbesondere der Entwicklung von Red Hat und der Integration neuer KI-Funktionen. Binnen 24 Stunden haben gleich drei renommierte Finanzinstitute ihre Einschätzungen nach oben korrigiert:

  • Jefferies bestätigte die Kaufempfehlung mit einem ambitionierten Kursziel von 360 US-Dollar. Die Analysten rechnen für 2026 mit einer Beschleunigung des Software-Wachstums und verweisen auf einen 20-prozentigen Anstieg bei den Red Hat-Buchungen.
  • Evercore ISI hob das Ziel auf 330 US-Dollar an und setzte die Aktie auf die Liste für eine "taktische Outperformance". Dies deutet darauf hin, dass die Bank mit einer positiven Überraschung bei den Zahlen oder dem Ausblick rechnet.
  • Stifel bleibt bei "Buy" mit einem Ziel von 325 US-Dollar. Hier wird vor allem das erwartete organische Software-Wachstum von 7 bis 8 Prozent für das Geschäftsjahr 2026 hervorgehoben.

Diese bullischen Einschätzungen liegen deutlich über dem allgemeinen Marktkonsens von rund 306 US-Dollar, was das Vertrauen der Experten in die operative Wende des Konzerns unterstreicht.

Was am 28. Januar wichtig wird

Der entscheidende Impulsgeber ist der kommende Quartalsbericht. Die Wall Street rechnet im Durchschnitt mit einem Gewinn pro Aktie (EPS) von 4,29 US-Dollar bei einem Umsatz von 19,23 Milliarden US-Dollar.

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Besonders genau werden Investoren auf die Wachstumsraten im Software-Bereich achten. Jefferies prognostiziert hier ein Plus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Sollte IBM diesen Wert erreichen, wäre dies eine Bestätigung für den Strategiewechsel des Managements hin zu margenstarken Software- und Beratungsdiensten. Zudem liegt die Messlatte für den Ausblick 2026 hoch: Erwartet wird ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 4 Prozent und ein Gewinnanstieg auf 12,23 US-Dollar je Aktie.

Strategische Expansion und Insider-Aktivitäten

Parallel zu den operativen Erwartungen treibt IBM seine Expansion voran. Die geplante 11-Milliarden-Dollar-Übernahme von Confluent hat mit dem Ablauf der Wartezeit in den USA eine wichtige Hürde genommen, auch wenn die Prüfung durch das deutsche Bundeskartellamt noch läuft. Der Deal gilt als Schlüsselkomponente zur Stärkung der Daten-Streaming- und KI-Infrastruktur.

Auf Investorenseite zeigt sich ein gemischtes Bild: Während institutionelle Anleger wie Hudson Edge ihre Positionen ausbauten, reduzierten andere wie Wilkins Investment Counsel ihren Anteil leicht. Beachtung findet zudem der Aktienkauf durch den US-Abgeordneten David Taylor, was Marktbeobachter oft als Indikator für die politische Stimmungslage werten.

Fazit

Die IBM-Aktie beendete den Handel am Donnerstag bei 259,25 Euro und hat damit auf Wochensicht rund 15 Prozent eingebüßt. Dieser jüngste Rücksetzer steht im Kontrast zu den optimistischen Analystenstimmen und könnte, sofern die Zahlen am kommenden Mittwoch überzeugen, eine interessante Konstellation bieten. Anleger sollten den 28. Januar genau im Blick behalten, um zu sehen, ob die fundamentale Entwicklung die hohen Kursziele rechtfertigt.

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