Barrick Gold Aktie: Newmont droht mit Klage
Barrick Gold steht unter Druck: Joint-Venture-Partner Newmont wirft dem kanadischen Goldproduzenten vor, Ressourcen aus dem gemeinsamen Nevada-Geschäft abgezogen zu haben – und hat eine formelle Vertragsverletzung erklärt. Die Auseinandersetzung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Barrick will seine nordamerikanischen Assets bis Ende 2026 an die Börse bringen. Doch genau diese Pläne könnte Newmont blockieren.
Streit um Nevada Gold Mines eskaliert
Am 3. Februar übermittelte Newmont eine formelle Vertragsbruch-Mitteilung an Barrick. Der Vorwurf: Barrick habe Ressourcen der Nevada Gold Mines (NGM) – einem Joint Venture, an dem Barrick 61,5 Prozent und Newmont 38,5 Prozent hält – zum eigenen, hundertprozentigen Fourmile-Projekt umgeleitet. Das geht aus Newmonts Geschäftsbericht hervor, den das Unternehmen am 20. Februar bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichte.
Barrick hat nun 30 Tage Zeit, das Problem zu beheben oder zumindest Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Geschieht das nicht, droht eine Klage vor einem Gericht in Nevada. Bereits am 26. Januar hatte Newmont sowohl Barrick als auch das Management-Board der NGM auf die angeblichen Missstände hingewiesen und Prüfrechte aus dem Joint-Venture-Vertrag von 2019 geltend gemacht.
Barrick-CEO Mark Hill wies die Vorwürfe zurück, räumte jedoch ein, aufgrund vertraglicher Verpflichtungen nicht öffentlich ins Detail gehen zu können. Man setze auf "konstruktiven Dialog" mit Newmont.
IPO-Pläne in Gefahr
Der Zeitpunkt der Auseinandersetzung ist brisant. Anfang Februar hatte Barrick bekannt gegeben, seine nordamerikanischen Goldaktiva – darunter die 61,5-Prozent-Beteiligung an NGM, die Pueblo-Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik und das Fourmile-Projekt – in eine neue Gesellschaft einzubringen und diese bis Ende 2026 an die Börse zu bringen.
Doch Newmont besitzt ein vertragliches Vorkaufsrecht bei Transaktionen, die das Joint Venture betreffen. Nach Darstellung des Unternehmens ist für den geplanten Börsengang seine Zustimmung erforderlich. Newmont hatte zudem bereits Interesse signalisiert, Barricks Nevada-Anteile direkt zu erwerben.
Newmont-CEO Natascha Viljoen stellte am 20. Februar klar: Vor einem Spin-off müsse die operative Performance von NGM verbessert werden. Die Leistung der Mine sei in den vergangenen sechs Jahren zurückgegangen.
Produktion auf Tiefstand
Die Kritik trifft Barrick in einer Phase operativer Schwäche. 2025 verzeichnete das Unternehmen den sechsten Jahresrückgang in Folge bei der Goldproduktion – die niedrigste Fördermenge seit mindestens 25 Jahren. Für 2026 peilt Barrick 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen an, ein Niveau ähnlich dem Vorjahr.
Am Freitag gaben beide Aktien nach: Newmont verlor 2,7 Prozent, Barrick 1,8 Prozent. Barrick schloss bei 47,96 US-Dollar an der NYSE. Der Goldpreis notierte am Wochenende nahe 5.109 US-Dollar je Unze – deutlich über der 4.500-Dollar-Annahme, die Barrick seiner Kostenprognose zugrunde legte.
Was jetzt auf dem Spiel steht
Die Frist zur Behebung der Vertragsverletzung läuft Anfang März ab. Analysten von RBC schätzen, dass NGM rund 60 Prozent von Barricks Marktwert ausmacht. Sollte keine Einigung erzielt werden, droht ein Rechtsstreit, der die IPO-Pläne erheblich verzögern oder sogar verhindern könnte. Für beide Unternehmen – und ihre Aktionäre – stehen damit erhebliche Werte auf dem Spiel.
Barrick-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Barrick-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Barrick: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








