Das US-Militärbudget soll 2027 auf 1,5 Billionen Dollar explodieren – ein Geldsegen für Rüstungskonzerne. Doch Hensoldt verliert trotzdem über ein Prozent. Der Grund: Donald Trump knüpft die Finanzspritze an harte Bedingungen, die Dividenden und Aktienrückkäufe gefährden könnten.

Die wichtigsten Fakten:
- US-Verteidigungsbudget soll um 50% auf 1,5 Billionen Dollar steigen
- Trump plant Deckelung von Managergehältern und mögliches Dividendenverbot
- Q1-Zahlen kommen am 6. Mai 2026
- Analysten sehen fairen Wert bei 158,90 Euro – 45% über aktuellem Kurs
- 200-Tage-Linie gestern überschritten, heute wieder unter Druck

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Trumps Bedingungen dämpfen Euphorie

Die angekündigte Budgeterhöhung wäre historisch. Doch die Finanzierung über Zölle ist nur die eine Seite der Medaille. Trump will gleichzeitig knallharte Auflagen durchsetzen: Managergehälter sollen auf maximal 5 Millionen Dollar gedeckelt werden. Schwerer wiegt die angedrohte Beschränkung von Dividenden und Aktienrückkäufen, bis neue Produktionsstätten in den USA stehen.

Für europäische Zulieferer wie Hensoldt bedeutet das Unsicherheit. Während Rheinmetall im Tagesverlauf zwischenzeitlich 1,84 Prozent zulegen konnte, büßt die Hensoldt-Aktie an Boden ein. Investoren wägen ab: Lohnt sich die Rüstungswette, wenn die Kapitalallokation beschnitten wird?

Operative Fortschritte im Schatten der Politik

Unabhängig von den geopolitischen Schlagzeilen arbeitet Hensoldt an der operativen Substanz. Der am Mittwochabend veröffentlichte Finanzkalender schafft Klarheit: Die Q1-Zahlen erscheinen am 6. Mai. Zudem sicherte sich das Unternehmen Ende Dezember einen Auftrag für Nachtsichtbrillen – gemeinsam mit Theon Sensors stärkt Hensoldt damit die Position im Optronik-Segment.

Eine aktuelle Bewertungsanalyse stuft die Aktie als deutlich unterbewertet ein. Der errechnete faire Wert liegt bei 158,90 Euro, was einem Discount von rund 45 Prozent zum aktuellen Niveau entspricht. Die Prognose: Über 26 Prozent jährliches Gewinnwachstum.

Charttechnik auf dem Prüfstand

Gestern noch gelang der Sprung über die 200-Tage-Linie bei 87 Euro – ein technisch relevantes Signal. Doch der heutige Rücksetzer stellt diesen Ausbruch bereits auf die Probe. Die Zone um 86 Euro fungiert nun als kritische Unterstützung. Hält sie nicht, droht ein Rückfall in die alte Handelsspanne.

Die Diskrepanz zwischen Analysten-Bewertung und Kursentwicklung zeigt das Dilemma: Das Geschäftsmodell passt perfekt zur neuen Weltordnung, doch die politischen Rahmenbedingungen bleiben volatil. Venezuela, wo US-Truppen gerade einmarschiert sind, untermauert zwar die strategische Relevanz von Sensortechnik. Gleichzeitig macht die protektionistische US-Politik Planungen schwieriger.

Am 6. Mai wird Hensoldt mit den Q1-Zahlen zeigen müssen, ob das prognostizierte Wachstum trotz politischer Störfeuer Realität wird. Bis dahin bleibt die Aktie im Spannungsfeld zwischen Auftragsboom und regulatorischem Risiko gefangen.

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