Hensoldt Aktie: Durchbruch geschafft?
Der Rüstungselektronik-Spezialist Hensoldt durchbricht erstmals seit Wochen eine wichtige technische Marke. Am Donnerstag sprang die Aktie über die 100-Tage-Linie – getrieben von positiven Branchensignalen aus Europa. Doch die 200-Tage-Linie liegt noch knapp darüber. Kann der Titel den langfristigen Abwärtstrend nun endgültig hinter sich lassen?
Die wichtigsten Entwicklungen:
- Hensoldt-Aktie überwindet 100-Tage-Linie mit 5,4% Tagesplus
- CSG-Börsengang löst Kursfeuerwerk im Rüstungssektor aus
- Deutsch-italienische Verteidigungskooperation besiegelt
- Abstand zur 200-Tage-Linie nur noch marginal
Technischer Befreiungsversuch nach volatiler Phase
Am Donnerstag kletterte die Hensoldt-Aktie von einem Tagestief bei 81,60 Euro bis auf 87,50 Euro – ein Anstieg von über sieben Prozent innerhalb eines Handelstages. Der Schlusskurs bei 87,18 Euro markierte den Durchbruch über die 100-Tage-Linie.
Die vorangegangenen Handelstage hatten erhebliche Schwankungen gebracht. Innerhalb von nur vier Tagen pendelte der Kurs zwischen 82,50 und 92,35 Euro – eine Spanne von fast zwölf Prozent. Die 200-Tage-Linie liegt mit einem Abstand von nur 0,07 Prozent zum aktuellen Kurs praktisch in Reichweite.
Rüstungs-IPO des Jahrzehnts beflügelt den Sektor
Der Börsengang der tschechischen Czechoslovak Group (CSG) setzte am Donnerstag ein Ausrufezeichen. Die Aktien explodierten bei ihrem Debüt an der Euronext Amsterdam um 31,4 Prozent auf 32,85 Euro. Mit einem Emissionsvolumen von bis zu 3,8 Milliarden Euro gilt der IPO als größter Rüstungsgang aller Zeiten.
Die Marktkapitalisierung von CSG erreichte zum Handelsschluss rund 33 Milliarden Euro. Schwergewichte wie BlackRock, Artisan Partners und die Qatar Investment Authority hatten sich jeweils mit 300 Millionen Euro als Ankerinvestoren positioniert. Die positive Stimmung strahlte auf den gesamten europäischen Rüstungssektor aus – Hensoldt profitierte mit.
Berlin und Rom intensivieren Rüstungspartnerschaft
Parallel unterzeichneten Bundeskanzler Friedrich Merz und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom ein Abkommen zur vertieften Verteidigungskooperation. Die Vereinbarung umfasst gemeinsame Projekte bei Drohnen, Marineschiff- und Unterwassersystemen sowie Luft- und Raketenabwehr.
Für Hensoldt als Spezialist für Verteidigungselektronik und Sensortechnik könnte diese strategische Partnerschaft der beiden größten EU-Industrienationen mittelfristig zusätzliche Geschäftschancen eröffnen. Italiens Leonardo hält bereits 22,8 Prozent der Hensoldt-Anteile.
Jahresbericht 2025 als nächster Katalysator
Am 26. Februar folgen die vorläufigen Jahreszahlen für 2025. Im Oktober hatte das Management die Prognose für das Book-to-Bill-Verhältnis angehoben und den Ausblick für Umsatz sowie EBITDA-Marge konkretisiert. Für 2030 peilt Hensoldt sechs Milliarden Euro Umsatz an – eine Milliarde mehr als zuvor geplant.
JPMorgan bleibt bei der Einstufung "Neutral" mit einem Kursziel von 90 Euro. Der Analystenkonsens liegt bei 90,81 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von 87,55 Euro bedeutet dies ein begrenztes Aufwärtspotenzial von knapp vier Prozent. Die charttechnische Entwicklung der kommenden Tage dürfte entscheidend sein: Gelingt der nachhaltige Sprung über die 200-Tage-Linie, könnte dies weiteres Momentum freisetzen.
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