Hensoldt Aktie: Drohnenabwehr-Pakt
Der Münchner Sensorik-Spezialist Hensoldt schmiedet eine strategische Allianz im Drohnenabwehr-Segment. Die Partnerschaft mit dem Deep-Tech-Unternehmen TYTAN Technologies zielt auf einen der am schnellsten wachsenden Märkte im Verteidigungssektor – und könnte die Position des MDAX-Konzerns im europäischen Counter-UAS-Geschäft stärken.
Die wichtigsten Fakten:
- Memorandum of Understanding mit TYTAN Technologies unterzeichnet
- Integration von Abfangdrohnen in Hensoldts "Elysion Mission Core"-System
- Gemeinsame Projekte für Ukraine und NATO-Luftverteidigung geplant
- Vorläufige Jahreszahlen 2025 erscheinen am 26. Februar 2026
Bayern als Entwicklungsstandort
Die am Montag besiegelte Kooperation verbindet TYTANs kosteneffiziente Abfangdrohnen mit Hensoldts Radar- und Sensortechnologie. Im Zentrum steht die Command-and-Control-Software "Elysion Mission Core", die künftig als Steuerungsplattform für die kombinierten Systeme dienen soll. Die Unterzeichnung fand bei der Eröffnung des neuen TYTAN-Hauptquartiers in München statt – in Anwesenheit von Ministerpräsident Markus Söder.
Die Partner adressieren damit eine zentrale sicherheitspolitische Herausforderung: Die Erfahrungen aus dem Ukraine-Konflikt haben gezeigt, wie massenhafter Drohneneinsatz moderne Kriegsführung verändert. Counter-UAS-Systeme gelten als einer der dynamischsten Wachstumsbereiche im Verteidigungsmarkt.
Drei strategische Säulen
Das Memorandum of Understanding definiert konkrete Kooperationsfelder. Neben der technischen Integration plant man gemeinsame Initiativen mit Bundes- und Landesbehörden zum Schutz kritischer Infrastruktur. Der dritte Schwerpunkt liegt auf internationalen Projekten, insbesondere zur Unterstützung der ukrainischen und NATO-Luftverteidigung.
Für Hensoldt könnte die Partnerschaft den Zugang zu einem schnell skalierbaren Produktsegment eröffnen. Der Konzern hat sich in den vergangenen Jahren durch Zukäufe – zuletzt die Übernahme von ESG – zu einem der größten europäischen Sensorik-Anbieter entwickelt und beschäftigt mittlerweile rund 9.000 Mitarbeiter.
Zahlen stehen bevor
Am 26. Februar legt Hensoldt die vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 vor. Im Jahr 2024 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 2,24 Milliarden Euro erzielt und profitiert vom anhaltenden Trend steigender NATO-Verteidigungsbudgets. Die Aktie notiert aktuell bei 84,70 Euro und hat sich binnen zwölf Monaten mehr als verdoppelt.
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