Hensoldt Aktie: Digitale Aufrüstung
Europas Verteidigungsindustrie sucht nach souveränen Alternativen zu US-Cloudanbietern. Hensoldt geht nun einen bemerkenswerten Weg: Der Rüstungselektronik-Spezialist holt sich die Schwarz Gruppe ins Boot – jenen Konzern, der hinter Lidl und Kaufland steht. Die am 16. Februar 2026 bekanntgegebene Partnerschaft mit Schwarz Digits zielt auf hochsichere Cloud-Lösungen für den Verteidigungssektor ab.
Die wichtigsten Eckpunkte der Kooperation:
- Partner: Hensoldt und Schwarz Digits (IT-Sparte der Schwarz Gruppe)
- Cloud-Anbieter: STACKIT
- Sicherheitsstufe: Datenaustausch bis VS-Geheim
- Erste Prototypen: 2026 geplant
- Präsentation: ILA Berlin, Juni 2026
Souveränität als strategisches Ziel
Die Zusammenarbeit adressiert eine zentrale Herausforderung: Europäische Verteidigungssysteme benötigen Cloud-Infrastrukturen, die unabhängig von außereuropäischen Anbietern operieren. STACKIT stellt dabei die durchgängige Infrastruktur bereit, während Hensoldt seine Sensortechnologie und Integrationssoftware einbringt.
Schwarz Digits setzt auf quantenresistente Verschlüsselung, um künftigen Bedrohungen zu begegnen. Die hochsicheren Kommunikations-Stacks sollen Datenaustausch bis zur Geheimhaltungsstufe VS-Geheim ermöglichen – eine Anforderung, die für militärische Anwendungen unverzichtbar ist.
Prototyp für Software-Defined Defence
Konkret wird es bereits 2026: Ein gemeinsamer Prototyp soll souveräne Cloud-Fähigkeiten mit Sensortechnologie, Integrationssoftware und simulationsbasierter Datengenerierung verbinden. Zusätzlich plant Hensoldt, die Infrastruktur von Schwarz Digits in eine eigene Sensorlösung zu integrieren. Die Präsentation ist für die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin im Juni vorgesehen.
Hensoldt-CEO Oliver Dörre betont den strategischen Ansatz: "Die Partnerschaft verbindet führende Verteidigungselektronik mit souveräner digitaler Infrastruktur." Christian Müller, Co-CEO von Schwarz Digits, hebt die Geschwindigkeit hervor: "Digitale Souveränität bietet die notwendige Geschwindigkeit und Sicherheit, um kritische Systeme zukunftssicher zu betreiben."
Teil einer größeren Strategie
Die Kooperation reiht sich in mehrere jüngste Partnerschaften ein. Hensoldt hatte bereits eine strategische Zusammenarbeit mit Helsing rund um das autonome Kampfflugzeug CA-1 angekündigt. Zudem besteht eine Kooperation mit dem bulgarischen Drohnenhersteller Dronamics für die Frachtdrohne Black Swan.
Die Hensoldt-Aktie notiert aktuell bei 80,65 Euro und hat sich innerhalb von zwölf Monaten um 71 Prozent verteuert. Nach dem Erreichen des 52-Wochen-Hochs von 115,10 Euro Anfang Oktober steht der Titel nun knapp 30 Prozent tiefer. Die Ankündigung weiterer strategischer Partnerschaften könnte dem Kurs neuen Schub verleihen – sofern die angekündigten Prototypen zur ILA im Juni überzeugen.
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