Hensoldt Aktie: Steuereffekt belastet Nettogewinn
Der Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt verzeichnet ein starkes operatives Wachstum, behält unter dem Strich aber deutlich weniger übrig. Aufgebrauchte steuerliche Verlustvorträge schmälern den Nettogewinn für 2025 spürbar. Diese Entwicklung schickte die Papiere am Donnerstag auf Talfahrt, obwohl der finale Geschäftsbericht durchaus positive Signale für das operative Geschäft bereithält.
Umsatz wächst, Steuern fressen Gewinn
Die am Donnerstag bestätigten Zahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild. Während der Umsatz um 9,6 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro kletterte und das bereinigte EBITDA auf 452 Millionen Euro zulegte, fiel das Nettoergebnis um 18 Prozent auf 86 Millionen Euro. Verantwortlich für diesen Rückgang ist eine Verdreifachung der Einkommensteuern auf 41 Millionen Euro. Das Unternehmen hat deutsche Verlustvorträge, die in der Vergangenheit Gewinne steuerlich abschirmten, mittlerweile vollständig aufgebraucht. Trotz dieses Dämpfers beim Jahresüberschuss sollen Aktionäre profitieren: Das Management schlägt eine Erhöhung der Dividende auf 0,55 Euro je Anteilsschein vor.
Analystenlob verpufft im Sektortief
Selbst wohlwollende Analystenstimmen konnten den Verkaufsdruck nicht aufhalten. Die Bank of America stufte den Titel von "Neutral" auf "Buy" hoch, reduzierte das Kursziel aber leicht auf 88,50 Euro. Die Experten begründeten ihren Optimismus mit der dominierenden Marktposition in der Luftverteidigung, die bis zu 70 Prozent der Erlöse ausmacht.
Die Anleger reagierten nach anfänglichen Gewinnen jedoch mit Verkäufen. Die Aktie beendete den Handelstag mit einem deutlichen Minus von 5,47 Prozent bei 70,00 Euro. Dieser Rücksetzer ist eng mit einer allgemeinen Schwäche im Verteidigungssektor verknüpft. Auch Konkurrenten wie Rheinmetall, Renk und Saab mussten im Zuge einer breiteren Risikoaversion am durch geopolitische Spannungen belasteten Gesamtmarkt Abschläge hinnehmen.
Fester Blick auf die Wachstumsziele
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hält das Management strikt an seinen Zielen fest. Ein anvisierter Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro und eine leicht verbesserte EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent bilden die operative Basis. Um die langfristige Vision von 6 Milliarden Euro Umsatz bis 2030 zu realisieren, muss der Konzern in den kommenden Quartalen weitere konkrete Auftragseingänge vorweisen und die angekündigten strategischen Zukäufe in die Tat umsetzen.
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