Schwarze Zahlen, ein neues Joint Venture für Drohnenabwehr und eine aufgestockte Kreditlinie — und trotzdem verliert die Aktie seit Jahresanfang rund 31 Prozent. Das Auseinanderdriften von fundamentaler Entwicklung und Kursperformance bleibt das bestimmende Thema bei Heidelberger Druckmaschinen.

ONBERG: Drohnenabwehr mit regulatorischen Hürden

Mitte März löste eine Ad-hoc-Meldung kurz einen Kurssprung von rund zehn Prozent aus. Das Unternehmen hatte die Gründung des Joint Ventures ONBERG Autonomous Systems bekanntgegeben — ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Partner Ondas Holdings für autonome Drohnenabwehrsysteme in Europa. Heidelberg hält 49 Prozent, der Partner die Mehrheit. Als Standort dient Brandenburg an der Havel, das zu einem Kompetenzzentrum für autonome Sicherheitssysteme ausgebaut werden soll.

Die Ernüchterung folgte schnell. Der Kurs notiert mittlerweile wieder deutlich unter der 50-Tage-Linie. Das liegt auch daran, dass ONBERG zunächst behördliche Genehmigungen benötigt, bevor der operative Betrieb starten kann. Erste nennenswerte Umsatzbeiträge erwartet das Unternehmen frühestens im zweiten Halbjahr 2026.

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Kerngeschäft mit gemischten Signalen

Im laufenden Geschäftsjahr legte der Umsatz in den ersten neun Monaten um rund 6,1 Prozent zu, das bereinigte EBITDA verbesserte sich spürbar. Allerdings ging der Auftragseingang zurück — ein Punkt, der Anleger sichtlich beschäftigt.

Zusätzliche Unsicherheit bringt die Lage beim Kooperationspartner Manroland Sheetfed, der sich seit März 2026 in einem Schutzschirmverfahren restrukturiert. Heidelberg hält dennoch an der Zusammenarbeit fest. Ein zentrales Projekt: die Installation der ersten Cartonmaster CX 145 Demomaschine für das Großformat, die ab Anfang April am Standort Wiesloch-Walldorf geplant ist.

Parallel stärkte das Unternehmen seine Finanzierungsbasis: Die syndizierte Kreditlinie wurde vorzeitig von 370 auf 436 Millionen Euro erhöht und bis 2030 verlängert.

Jahresbericht am 10. Juni als Prüfstein

Ob die Diversifizierung in die Rüstungssparte die strukturellen Belastungen im klassischen Druckmaschinengeschäft tatsächlich ausgleichen kann, wird der Jahresbericht am 10. Juni 2026 konkreter beantworten. Dann zeigt sich auch, ob der Cartonmaster-Zeitplan nach der Manroland-Krise noch hält — und wie weit ONBERG auf dem Weg zur operativen Reife vorangekommen ist.

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