Graphite One hat innerhalb weniger Tage eine Kapitalerhöhung abgeschlossen, neue Warrants an der Börse gelistet und sein Team verstärkt. Das Unternehmen treibt sein Projekt voran, eine vollständig in den USA angesiedelte Graphit-Lieferkette aufzubauen – von der Mine in Alaska bis zur Anodenfabrik in Ohio.

35 Millionen Dollar eingesammelt

Am 18. Februar 2026 schloss Graphite One die angekündigte Kapitalerhöhung ab. Das Unternehmen platzierte 20 Millionen Units zu je 1,75 kanadischen Dollar und nahm brutto 35 Millionen CAD ein. Die Nachfrage war stark genug, dass die Konsortialbanken unter Führung von BMO Capital Markets ihre volle Mehrzuteilungsoption ausübten. Ursprünglich waren 30 Millionen CAD geplant.

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Jede Unit besteht aus einer Aktie und einem Warrant. Die Warrants berechtigen den Inhaber, innerhalb von 36 Monaten eine weitere Aktie zu 2,25 CAD zu kaufen. Die 20 Millionen Warrants werden seit etwa 3. März 2026 unter dem Kürzel GPH.WT.A an der TSX Venture Exchange gehandelt.

Das frische Kapital fließt direkt in die geplante Anodenmaterial-Produktionsanlage. Graphite One will damit Konstruktions- und Engineering-Arbeiten finanzieren, Genehmigungsverfahren vorantreiben und erste Ausrüstung beschaffen. Ein Teil ist für allgemeine Betriebskosten vorgesehen.

Standort in Ohio gesichert

Als Standort für die Anodenfabrik hat Graphite One das sogenannte Voltage Valley in Ohio gewählt. Das Unternehmen sicherte sich ein 85 Hektar großes Grundstück per 50-jährigem Pachtvertrag, mit Option auf Kauf. Das Areal war früher Teil der nationalen Verteidigungsreserve-Infrastruktur.

Die vertikale Integration ist das Herzstück der Strategie: Graphite One will natürliches Graphit aus der eigenen Lagerstätte Graphite Creek in Alaska fördern, verarbeiten und daraus Anodenmaterial für Elektrofahrzeug-Batterien herstellen. Laut U.S. Geological Survey ist Graphite Creek die größte Graphitlagerstätte der USA.

Neues Gesicht für Community Relations

Ende Februar ernannte Graphite One Lucille Carter zur Vice President of Community Relations. Carter arbeitete zuvor als Senior Vice President bei der Bering Strait Native Corporation und bringt Erfahrung in der Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften mit – relevant angesichts des Projekts in Alaska.

Parallel verstärkt das Unternehmen seine Investor-Relations-Aktivitäten. Graphite One beauftragte die i2i Marketing Group in Florida für eine viermonatige Kampagne in den USA und verlängerte die Zusammenarbeit mit MCS Market Communication Service in Deutschland. Für die europäische Öffentlichkeitsarbeit zahlt das Unternehmen bis zu 350.000 Euro monatlich über vier Monate.

Finanzierung noch nicht vollständig

Die U.S. Export-Import Bank signalisierte Bereitschaft, 70 Prozent der Gesamtkapitalkosten bis zur Produktionsaufnahme als Darlehen bereitzustellen. Graphite One führt Gespräche mit verschiedenen US-Behörden, um die Projektfinanzierung abzuschließen.

Aktuell verzeichnet das Unternehmen keine Umsätze und operiert mit Verlusten bei negativem Cashflow. Die Bilanz zeigt jedoch kaum Schulden, und der Free Cashflow verbesserte sich gegenüber 2024. Der Weg vom Explorationsprojekt zum produzierenden Unternehmen bleibt lang und kapitalintensiv – doch die jüngsten Finanzierungsschritte und das Engagement auf Regierungsebene unterstreichen die strategische Bedeutung des Projekts für die nordamerikanische Rohstoffversorgung.

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