Rekorde beim Umsatz, prall gefüllte Auftragsbücher und ein deutlich höherer Gewinn – RENK hat für 2025 operativ geliefert. Trotzdem drehte sich die Stimmung nach der Zahlenvorlage, weil der Markt längst auf 2026 schaut. Entscheidend ist damit weniger, was war, sondern wie überzeugend der nächste Schritt ausfällt.

2025: Wachstum auf breiter Front

Im Geschäftsjahr 2025 steigerte RENK den Umsatz um knapp ein Fünftel auf 1,37 Mrd. Euro. Der Wachstumstreiber kam aus dem Rüstungsgeschäft. Auch die Profitabilität zog an: Das bereinigte EBIT legte um 21,7% auf 230 Mio. Euro zu und lag damit am oberen Ende der eigenen Prognosespanne.

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Unterm Strich verdiente das Unternehmen 101,3 Mio. Euro – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment Vehicle Mobility Solutions (VMS): Der Umsatz stieg dort um 24,8% auf 872 Mio. Euro.

Auftragsbestand: Rückenwind – trotz Verschiebungen

Der Blick in die Auftragsbücher bleibt ein starkes Argument: Der Auftragseingang erreichte 2025 mit rund 1,57 Mrd. Euro einen neuen Rekord (2024: 1,44 Mrd. Euro). Noch wichtiger: Der Auftragsbestand kletterte zum Jahresende auf 6,68 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,96 Mrd. Euro) – ein Allzeithoch.

Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 1,2x, obwohl Aufträge im Volumen von rund 200 Mio. Euro in das Jahr 2026 verschoben wurden. Heißt: Selbst mit diesen Verschiebungen kamen mehr neue Bestellungen rein, als abgearbeitet wurden.

2026-Ausblick: Genau hier hakt der Markt

Für 2026 stellt RENK weiteres Wachstum in Aussicht: Umsatz von über 1,5 Mrd. Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Mio. Euro. Warum reagierten Anleger trotzdem nervös? Der Mittelpunkt dieser EBIT-Spanne lag laut Angaben rund 2% unter den Analystenkonsensschätzungen – und zusätzlich gab es kritische Stimmen zum Barmittelfluss.

Auch operativ setzt RENK Akzente in den USA: RENK America sicherte sich Support- und Ersatzteilverträge von über 50 Mio. US-Dollar, darunter ein 25-Mio.-Dollar-Auftrag für beschleunigte Wartung sowie ein weiterer Vertrag über 18 Mio. US-Dollar für AVDS-Panzermotor-Komponenten. Bis 2030 sind außerdem 150 Mio. US-Dollar Investitionen in Michigan geplant (70 Mio. Investitionen, 80 Mio. F&E).

An der Börse bleibt das Bild gemischt: Am Freitag schloss die Aktie bei 55,51 Euro (+3,47%), liegt aber weiter unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 58,69 Euro.

Zum Vormerken: Am 10. Juni 2026 soll die Hauptversammlung über den Dividendenvorschlag entscheiden – 0,58 Euro je Aktie nach 0,42 Euro im Vorjahr. Kurzfristig dürfte jedoch vor allem zählen, ob RENK die Skepsis rund um den 2026er-Ausblick und den Cashflow mit weiteren belastbaren Signalen entkräften kann.

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