Xiaomi testet humanoide Roboter in der eigenen Elektroauto-Fabrik – und kauft gleichzeitig massiv eigene Aktien zurück. Die doppelte Offensive kommt nicht von ungefähr: Die Aktie steht massiv unter Druck, während in Indien ein Steuerstreit mit potenziell existenzieller Dimension eskaliert.

Premiere in der Fabrik

Zwei selbst entwickelte humanoide Roboter haben ihren ersten Praxistest in Xiaomis Elektrofahrzeugwerk absolviert. Drei Stunden lang montierten die Maschinen autonom Selbstschneidschrauben – mit einer Erfolgsquote von 90,2 Prozent. Die geforderte Taktzeit von 76 Sekunden hielten sie ein.

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Die technologische Basis bildet das hauseigene VLA-Modell (Vision-Language-Action) mit 4,7 Milliarden Parametern, kombiniert mit Reinforcement Learning. CEO Lei Jun bezeichnet den Einsatz als "Praktikum" und kündigt an, innerhalb der nächsten fünf Jahre eine große Anzahl humanoider Roboter in den Werken einzusetzen.

Milliarden-Rückkäufe stützen Kurs

Parallel greift Xiaomi am Kapitalmarkt massiv ein. Ein automatisches Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,5 Milliarden Hongkong-Dollar läuft auf Hochtouren. Allein am 3. März kaufte das Unternehmen 3,2 Millionen Aktien für 100 Millionen Hongkong-Dollar zurück. Im Vormonat wurden über 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar aufgewendet – der höchste Wert seit mehr als zwei Jahren.

Der Grund: Die Aktie notiert auf dem niedrigsten Stand seit November 2024 und liegt deutlich unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Seit Jahresanfang steht ein Minus von über 18 Prozent zu Buche.

Indiens 150-Millionen-Rechnung

Der größte Belastungsfaktor kommt aus Indien. Ein Steuertribunal wirft Xiaomi vor, 72 Millionen US-Dollar an Zollabgaben auf Lizenzgebühren hinterzogen zu haben. Der Vorwurf: Die Importwerte seien mindestens drei Jahre lang unterbewertet worden, weil Lizenzgebühren an Unternehmen wie Qualcomm nicht enthalten waren.

Xiaomi hat das Urteil angefochten. Doch sollte das Unternehmen verlieren, könnte die Forderung mit Zinsen und Strafen auf über 150 Millionen US-Dollar anschwellen. Das entspricht fast dem Fünffachen des Jahresgewinns von Xiaomi India, der im Geschäftsjahr 2023/24 bei lediglich 31,7 Millionen US-Dollar lag. Zusätzlich sind rund 610 Millionen US-Dollar an Bankguthaben seit 2022 eingefroren.

Steueranwälte betonen die Signalwirkung: Ein Urteil zugunsten der Behörden könnte die Prüfung von Lizenzvereinbarungen in Branchen wie Pharma, Automobil und Fertigung verschärfen. Dass Xiaomis Marktanteil im indischen Smartphone-Markt von 31 Prozent Anfang 2018 auf zuletzt 12 Prozent gefallen ist, verschärft die Lage zusätzlich.

E-Auto-Sparte als Lichtblick

Während Smartphone und Indien schwächeln, läuft es bei den Elektrofahrzeugen besser als bei vielen Wettbewerbern. Xiaomi überschritt im dritten Quartal 2025 die Gewinnschwelle – weniger als zwei Jahre nach Marktstart. Die Bruttomarge der Sparte kletterte auf 25,5 Prozent. Das Auslieferungsziel für 2026 liegt bei 550.000 Fahrzeugen, was Investoren jedoch als moderat bewerteten.

Am 24. März präsentiert Xiaomi die geprüften Jahresergebnisse für 2025 und entscheidet über eine mögliche erste Dividende seit dem Börsengang. An diesem Datum werden Anleger auch bewerten, ob die aggressive Rückkaufstrategie und die Roboter-Offensive ausreichen, um das Vertrauen zurückzugewinnen.

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