Goldman Sachs Aktie: Stellenabbau und Ölschock
Gleich zwei Nachrichten rücken Goldman Sachs diese Woche in den Mittelpunkt — und beide haben das Potenzial, das Bild der Bank bei Investoren zu verschieben. Intern werden Köpfe rollen, während die Bank extern mit ihrer Prognose zum explodierenden Ölmarkt für Aufsehen sorgt.
Stille Säuberung im April
Die Investmentbank plant für April einen gezielten Stellenabbau. Betroffen sind leistungsschwache Mitarbeiter — es handelt sich ausdrücklich nicht um die jährlich wiederkehrende Überprüfungsrunde, bei der üblicherweise ein bis drei Prozent der Belegschaft ausgetauscht werden. Die Bank selbst spricht von routinemäßigem Personalmanagement, das nichts Ungewöhnliches darstelle.
Der Zeitpunkt ist dennoch bemerkenswert. Der Druck durch künstliche Intelligenz zwingt die gesamte Branche zum Umdenken. Konkurrent Morgan Stanley entließ zuletzt rund 2.500 Mitarbeiter — etwa drei Prozent der Gesamtbelegschaft. Goldman bewegt sich mit seinem Schritt in dieselbe Richtung, wenn auch in kleinerem Maßstab.
Ölpreisprognose sorgt für Aufsehen
Parallel dazu macht Goldman mit einer markanten Einschätzung zum globalen Energiemarkt Schlagzeilen. Nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran seit Ende Februar sind die physischen Ölmärkte in Turbulenzen geraten. Rund zwölf Millionen Barrel täglich — etwa zwölf Prozent des weltweiten Bedarfs — fallen laut Branchentrackern derzeit aus. Der Iran hat zudem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz eingeschränkt, durch die normalerweise ein Fünftel des globalen Öl- und Gashandels fließt.
Goldman Sachs warnt in diesem Zusammenhang: Sollten die Ausfälle anhalten, dürfte Brent-Rohöl sein bisheriges Allzeithoch von 147,50 Dollar aus dem Jahr 2008 übertreffen. Brent notierte zuletzt bei rund 109 Dollar, während der physische Dubai-Rohölpreis bereits auf rekordverdächtige 166,80 Dollar je Barrel kletterte. Jet-Kerosin in Nordwesteuropa kostete zeitweise rund 220 Dollar pro Barrel — ein historischer Höchststand.
Für Lufthansa und andere Fluggesellschaften ist das eine denkbar schlechte Nachricht. Goldman Sachs hat die Lufthansa-Aktie jüngst zum Verkauf empfohlen — der Timing dieser Einschätzung dürfte kein Zufall sein.
Zwei Baustellen, ein Signal
Intern Kosten senken, extern auf steigende Energiepreise hinweisen: Goldman Sachs navigiert gerade durch ein anspruchsvolles Umfeld. Wie schnell sich der Ölmarkt stabilisiert, hängt maßgeblich davon ab, wie rasch die Straße von Hormuz wieder vollständig für den Schiffsverkehr freigegeben wird — selbst dann rechnen Marktbeobachter mit einem anhaltenden Versorgungschaos, da die Logistikkette erhebliche Schäden genommen hat.
Goldman Sachs-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Goldman Sachs-Analyse vom 21. März liefert die Antwort:
Die neusten Goldman Sachs-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Goldman Sachs-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Goldman Sachs: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








