Gold bekommt zum Monatsende neuen Schwung. Der Antrieb kommt nicht aus dem Nichts: Eine Kombination aus schwächerem US-Dollar, geopolitischer Unsicherheit und anhaltenden Käufen großer Akteure hält die Nachfrage hoch. Doch wie belastbar ist diese Bewegung, wenn die Lage an den Märkten kurzfristig wieder ruhiger wird?

Zentralbanken stützen den Markt

Ein zentraler Pfeiler bleibt die physische Nachfrage – vor allem durch Notenbanken. Das World Gold Council beziffert die globalen Zentralbankkäufe für 2025 auf 863 Tonnen. Für 2026 zeichnet sich laut Prognosen erneut ein ähnliches Tempo ab, genannt werden rund 850 Tonnen.

Wichtig ist dabei der strukturelle Effekt: Diese Käufe sind nicht nur kurzfristige Spekulation, sondern verändern die Angebots-Nachfrage-Balance. Denn die Minenproduktion gilt als wenig flexibel – das Angebot lässt sich nicht einfach „hochfahren“, wenn die Nachfrage anzieht. Zusätzlich stützt die Verschiebung von Währungsreserven weg vom US-Dollar hin zu greifbaren Edelmetallen den Trend.

Zölle, Konflikte, Fed – warum Gold gefragt bleibt

Auch das Umfeld spielt Gold in die Karten. Neue handelspolitische Maßnahmen der US-Regierung – im Text genannt: globale Zölle von zehn Prozent – schüren Sorgen um die Weltkonjunktur. Parallel bleiben militärische Spannungen im Nahen Osten ein Risikofaktor, der als Risikoprämie in Edelmetalle einfließt.

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Dazu kommt die geldpolitische Unsicherheit in den USA. Die Debatte über den künftigen Kurs der Federal Reserve und die anstehende Neubesetzung an der Spitze (im Quelltext: Kevin Warsh) sorgte zeitweise für Volatilität. Solange die Kerninflation hartnäckig bleibt, suchen Investoren zudem verstärkt nach einem klassischen Wertspeicher.

Kursbild: nahe am Jahreshoch

Zum Wochenschluss lag Gold bei 5.296,60 USD und damit 2,81% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 5.450,00 USD (28.01.2026). Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 21,99% zu Buche – ein Hinweis darauf, dass der übergeordnete Trend intakt ist, auch wenn die letzten 30 Tage mit -2,81% eine Phase der Konsolidierung zeigen. Der RSI (14 Tage) bei 49,8 deutet dabei weder auf Überhitzung noch auf extreme Schwäche hin.

Auf Analystenseite spiegelt sich der Optimismus ebenfalls: Laut Reuters hob J.P. Morgan die langfristige Prognose um 15% auf 4.500 US-Dollar an; das Ziel für Ende 2026 wurde bei 6.300 US-Dollar belassen. Andere Häuser wie Macquarie hätten ihre Schätzungen für die kommenden Quartale ebenfalls nach oben angepasst.

Unterm Strich bleibt der Rückenwind klar definiert: Solange Zentralbanken in großem Stil kaufen und Zölle, geopolitische Risiken sowie geldpolitische Fragezeichen den Takt vorgeben, spricht viel dafür, dass Gold nahe seiner jüngsten Hochs gut unterstützt bleibt.

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