Geopolitische Eskalation und neue Zoll-Hämmer treiben Anleger in den sicheren Hafen. Während die Welt gebannt auf die Nukleargespräche in Genf blickt, sorgt JP Morgan für Aufsehen: Die US-Bank ruft ein massives Kursziel aus und sieht das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Steht das Edelmetall vor einer historischen Neubewertung?

Angst vor militärischer Eskalation

Die Nervosität an den Märkten ist greifbar. In Genf verhandeln US-Gesandte mit dem Iran, doch der Ton ist rau. US-Präsident Trump brachte jüngst sogar militärische Optionen ins Spiel, um eine nukleare Bewaffnung Teherans zu verhindern. Truppenaufmärsche im Nahen Osten unterstreichen den Ernst der Lage. Für Gold ist diese Unsicherheit der klassische Treibstoff: Der Preis kletterte am Donnerstag über die Marke von 5.180 US-Dollar je Feinunze und nähert sich damit einem Vierwochenhoch.

Hinzu kommt die Sorge vor einer neuen Inflationswelle durch die verschärfte US-Handelspolitik. Seit Dienstag gelten globale US-Importzölle von 10 Prozent, weitere Anhebungen auf 15 Prozent stehen im Raum. Experten von TD Securities sehen hierin einen klaren Inflationstreiber, der Investoren vermehrt in Absicherungsgeschäfte treibt.

JP Morgan extrem bullish

Mitten in diese Gemengelage platzt JP Morgan mit einer spektakulären Prognose. Die Analysten erwarten bis Ende 2026 einen Anstieg des Goldpreises auf 6.300 US-Dollar. Als Haupttreiber identifiziert die Bank die unersättliche Nachfrage der Zentralbanken und Investoren. Auch langfristig wurde die Prognose deutlich auf 4.500 US-Dollar angehoben.

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Die Bank of America stützt diesen Optimismus grundsätzlich und sieht ein Kursziel von 6.000 US-Dollar in den kommenden zwölf Monaten. Zwar schließen die Experten einen kurzfristigen Rücksetzer im Frühjahr nicht aus, bewerten die aktuelle Unsicherheit jedoch als starken Katalysator für weiter steigende Notierungen.

Notenbanken kaufen weiter

Das Fundament der Rally bleibt die physische Nachfrage der Währungshüter. Die chinesische Zentralbank meldete im Januar den 15. Monat in Folge Zukäufe und erhöhte ihre Reserven auf 2.308 Tonnen. Marktbeobachter rechnen damit, dass globale Zentralbanken im Gesamtjahr 2026 bis zu 1.117 Tonnen Gold vom Markt nehmen werden.

Einzig die US-Geldpolitik bremst derzeit die Euphorie. Aufgrund der anhaltenden Inflation und eines robusten Arbeitsmarktes hat der Markt die Erwartung einer Zinssenkung auf September verschoben. Der Leitzins verharrt bei 3,75 Prozent, was das zinslose Gold gegenüber Anleihen theoretisch unattraktiver macht.

Die weitere Richtung dürfte sich kurzfristig entscheiden: Sollten die Gespräche in Genf scheitern oder die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten überraschen, ist mit sprunghafter Volatilität zu rechnen. Der Fokus der Händler liegt nun voll auf den Ergebnissen der diplomatischen Bemühungen.

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