Totgesagte leben länger? Nach einer monatelangen Korrektur meldete sich Bitcoin am Mittwoch eindrucksvoll zurück. Auslöser war eine explosive Mischung aus politischem Rückenwind durch US-Präsident Trump und einer massiven Eindeckungswelle bei Leerverkäufern. Während der Kurs kurzzeitig an der 70.000-Dollar-Marke kratzte, bleiben Experten jedoch skeptisch, ob dieser Anstieg von Dauer ist.

Politischer Rückenwind

Der primäre Zünder für die plötzliche Kaufbereitschaft war die Rede zur Lage der Nation am Dienstagabend. Präsident Trump betonte darin die sinkende Inflation und rekordtiefen Hypothekenzinsen, was die Risikobereitschaft für Aktien und digitale Assets gleichermaßen steigerte. Zudem signalisierte die US-Regierung erneut, Innovationen im Krypto-Sektor fördern zu wollen. Diese Aussagen sorgten für eine spürbare Stimmungsaufhellung an den Märkten.

Massive Eindeckungswelle

Der eigentliche Treibstoff für den Sprung um über 6 Prozent auf aktuell rund 68.034 US-Dollar war jedoch technischer Natur. Ein Short-Squeeze im Volumen von 323 Millionen US-Dollar zwang Bären zur Aufgabe ihrer Positionen. Daten zeigen, dass allein durch Zwangsliquidationen fast eine halbe Milliarde US-Dollar in den Markt flossen. Dieses Phänomen beschleunigte den Anstieg kaskadenartig, als wichtige Chartmarken fielen und Leerverkäufer ihre Wetten auf fallende Kurse decken mussten.

Institutionelle Rückkehr

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Neben kurzfristigen Spekulanten zeigten auch strategische Investoren wieder Präsenz. Die US-Spot-ETFs verzeichneten am Dienstag Zuflüsse von knapp 258 Millionen US-Dollar – der höchste Wert seit Wochen und eine Umkehr der jüngsten Abflusstrends. Parallel dazu gab Strategy (ehemals MicroStrategy) seinen 100. Bitcoin-Kauf bekannt. Das Unternehmen erwarb in der Vorwoche weitere 592 Coins und hält nun Bestände im Wert von über 54 Milliarden US-Dollar, was das langfristige Vertrauen institutioneller Akteure unterstreicht.

Vorsicht bleibt geboten

Trotz der Erholung warnen Marktbeobachter vor verfrühter Euphorie. Der Anstieg sei primär auf eine extrem negative Marktpositionierung und dünne Liquidität zurückzuführen, nicht zwingend auf fundamentale Stärke. Charttechnisch bildet die Zone zwischen 70.000 und 72.000 US-Dollar eine massive Hürde, an der frühere Erholungsversuche bereits scheiterten. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über das Niveau von 78.000 US-Dollar würde das strukturelle Bild laut Analysten wieder aufhellen.

Entscheidend werden nun die nächsten 24 Stunden sein. Am morgigen Freitag verfallen Bitcoin-Optionen im Wert von rund 7,5 Milliarden US-Dollar. Da der sogenannte "Max Pain"-Punkt – der Preis, an dem die meisten Optionen wertlos verfallen – bei 75.000 US-Dollar liegt, könnte der Kurs kurzfristig in diese Richtung gezogen werden, sofern das Momentum anhält.

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