Gerresheimer Aktie: Shortdruck lässt nach
Bei Gerresheimer zeigt sich eine erste Entspannung auf der Short-Seite, während Analysten beim fairen Wert der Aktie weit auseinanderliegen. Ein Hedgefonds reduziert seine Wette gegen den Titel, gleichzeitig reichen die Kursziele von klar unter bis deutlich über dem aktuellen Niveau. Wie passt das zusammen?
Hedgefonds reduziert Short-Position
Ein zentrales Signal kam in dieser Woche von den Netto-Leerverkaufspositionen.
Two Sigma Investments hat seine Short-Position in Gerresheimer am 21. Januar von über 0,5 Prozent auf 0,48 Prozent der ausstehenden Aktien reduziert.
Damit ist die Schwelle von 0,5 Prozent unterschritten, ab der Positionen im Bundesanzeiger tagesaktuell sichtbar sind. Formal verschwindet die Position damit vorerst aus den öffentlichen Registern. Markttechnisch werten viele Marktteilnehmer eine solche Reduzierung als Short Covering: Positionen werden teilweise eingedeckt, um Gewinne mitzunehmen oder weil das weitere Abwärtspotenzial begrenzt erscheint.
Für die Stimmung im Markt ist das ein vorsichtig positives Signal, denn eine sinkende Short-Quote deutet auf nachlassenden Druck von der Verkäuferseite hin.
Analysten extrem gespalten
Die Einschätzungen der Research-Häuser liegen derzeit weit auseinander und spiegeln die Unsicherheit rund um den Titel wider.
Auf der optimistischen Seite steht Oddo BHF.
Die Analysten haben ihr Votum auf „Outperform“ angehoben und ein Kursziel von 37,00 Euro genannt. Ausgehend vom aktuellen Kurs um 27,20 Euro ergibt sich daraus ein theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 36 Prozent.
Deutlich skeptischer ist Bernstein Research.
Dort bleibt die Einstufung „Underperform“ bestehen, das Kursziel liegt bei 25,68 Euro – also unter dem aktuellen Kurs. Die Spanne zwischen den beiden Kurszielen zeigt, dass die Frage der fundamentalen Bodenbildung noch nicht klar entschieden ist.
Die aktuelle Marktlage im Überblick:
- Aktueller Kurs: ca. 27,20 Euro (heute)
- 52-Wochen-Tief: rund 22,52 Euro
- Marktkapitalisierung: unter 1 Mrd. Euro
- Nächster Termin: Quartalszahlen am 26. Februar 2026
Charttechnik: Entscheidende Zone um 27 Euro
Charttechnisch hat die Aktie eine deutliche Korrektur hinter sich. Vom 52‑Wochen-Hoch bei 85,00 Euro ist der Kurs massiv zurückgekommen. Im Bereich von etwa 22,50 bis 23,00 Euro hat sich zuletzt eine wichtige Unterstützungszone herausgebildet, von der aus eine Erholung einsetzte.
Aktuell pendelt der Kurs um die Marke von 27 Euro. Diese Zone gilt als kurzfristig relevante Konsolidierungsphase. Marktbeobachter verfolgen, ob sich die Bewegung nach oben nach der Short-Reduzierung fortsetzen kann. Ein stabiler Verlauf oberhalb dieser Marke würde das technische Bild weiter aufhellen.
Ausblick: Quartalszahlen als nächster Test
Die jüngste Reduzierung der Short-Position durch Two Sigma ist ein erstes Indiz für nachlassenden Druck der Verkäuferseite, ändert aber nichts daran, dass das Umfeld anspruchsvoll bleibt.
Der nächste klare Belastungstest steht mit den Quartalszahlen am 26. Februar an. Dann wird sich zeigen, ob das Management die Signale einer operativen Wende mit harten Zahlen untermauern kann und ob die optimistischeren Analystenerwartungen mehr Rückhalt bekommen. Bis dahin dürften vor allem technische Marken und die Positionierung institutioneller Investoren den Kursverlauf prägen.
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