Die Gerresheimer Aktie zeigt sich zum Wochenstart unentschlossen. Trotz einer Hochstufung durch Oddo BHF auf "Outperform" mit Kursziel 37 Euro kann der Titel keine nachhaltigen Gewinne verbuchen. Der Grund: Neue US-Zollsorgen belasten das gesamte Marktumfeld und überlagern positive Unternehmenssignale. Während einige Analysten eine operative Wende wittern, bleiben andere skeptisch.

Oddo BHF sieht das Schlimmste überstanden

Analyst Oliver Metzger von Oddo BHF hebt die Gerresheimer Aktie von "Neutral" auf "Outperform" an. Sein Kursziel von 37 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Niveau. Die Begründung: Finanzvorstand Wolf Lehmann habe auf einer Investorenkonferenz signalisiert, dass sich die operativen Belastungen stabilisieren.

Die zentralen Argumente für die positive Einschätzung:

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  • Pharmageschäft bleibt robust – der Wachstumstrend ist intakt
  • Ausblick 2026 – moderater Umsatzanstieg erwartet
  • Mehr Transparenz – geplante Separierung der Sparte "Moulded Glass" soll Vertrauen zurückgewinnen

Zollängste bremsen Erholung aus

Die positive Nachricht verpufft jedoch an der Börse. Nach einem kurzen Anstieg auf 25,48 Euro auf Tradegate rutschte der Kurs wieder ab und notierte zeitweise bei 25,16 Euro – rund 0,8 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag (25,36 Euro).

Der Bremsklotz: Erneute Drohungen mit US-Strafzöllen gegen europäische Exporteure verunsichern Investoren breit. Die Marktteilnehmer ziehen sich reflexartig aus Aktien zurück, was selbst defensive Titel wie Gerresheimer mit nach unten zieht.

Analystenfront bleibt zerstritten

Die unterschiedlichen Einschätzungen der Experten spiegeln die Unsicherheit wider. Während Oddo BHF und Jefferies Chancen sehen, hält das US-Analysehaus Bernstein Research an seinem "Underperform"-Votum fest. Diese Divergenz sorgt für zusätzliche Volatilität.

Charttechnisch bewegt sich die Aktie weiterhin auf dünnem Eis. Im Dezember markierte der Titel bei 22,60 Euro den tiefsten Stand seit 2010. Eine nachhaltige Bodenbildung ist noch nicht erkennbar – besonders im Vergleich zum Herbst 2023, als die Anteile noch bei fast 123 Euro notierten. Die Marke von 25 Euro wird in den kommenden Tagen entscheidend sein. Hält sie, besteht Raum für eine Konsolidierung. Bricht sie, rücken die Dezember-Tiefs wieder in gefährliche Nähe.

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