Gerresheimer Aktie: Abwärtsgerichteter Trend?
Bernstein Research bleibt bei seiner skeptischen Einschätzung zu Gerresheimer – und das, obwohl die Analysten im europäischen Medizintechnik-Sektor insgesamt wieder selektiv Chancen sehen. Im Mittelpunkt steht weniger die jüngste Kursbewegung als die Frage, ob das Unternehmen strukturell hinter der Branche zurückbleibt.
Bernstein bleibt bei "Underperform"
Gestern bestätigte Bernstein Research sein Votum „Underperform“ für die Aktie und legte das Kursziel auf 25,68 Euro fest. Ausgehend vom Xetra-Schlusskurs von 27,36 Euro signalisiert die Studie weiteres Abwärtspotenzial. Auch auf der Plattform Lang & Schwarz notierte der Titel zuletzt schwächer bei 27,44 Euro.
Die Einschätzung sticht deshalb hervor, weil Bernstein nach einem sehr schwachen Jahr 2025 für die europäische Medizintechnik-Branche nun wieder selektive Kaufgelegenheiten sieht. Zu diesen Favoriten zählt Gerresheimer jedoch ausdrücklich nicht. Stattdessen stuft die zuständige Analystin Susannah Ludwig die Wachstumsperspektiven als „unklar“ ein.
Wesentliche Punkte der Bernstein-Studie:
- Rating: „Underperform“ bestätigt
- Kursziel: 25,68 Euro
- Kursreaktion: Rückgang auf 27,36 Euro im Xetra-Handel
- Einordnung: Keine Aufnahme in die Sektor-„Top Picks“
Gerresheimer wird damit in eine Gruppe mit Tecan und GN Store Nord eingeordnet, für die Bernstein ebenfalls keine kurzfristige Erholung erwartet und an „Underperform“ festhält.
Sektor-Spaltung: Zyklisch vs. strukturell
2025 war für den Sektor belastend: Konsumschwäche, regulatorischer Druck in China und Währungseffekte bremsten das Geschäft. Für einige Unternehmen wie Straumann und Sartorius wertet Bernstein diese Schwäche als überwiegend zyklisch und traut ihnen wieder zweistelliges organisches Wachstum bis zum Ende des Jahrzehnts zu.
Gerresheimer erhält diese Vorschusslorbeeren nicht. Die Aktie hat auf Jahressicht bereits rund 58,83 % verloren und notiert nahe Mehrjahrestiefs. Aus Marktsicht verstärkt die Kombination aus starkem Kursrückgang und „unklaren Wachstumspfaden“ den Eindruck, dass hier mehr als nur konjunktureller Gegenwind eine Rolle spielt.
Der grundsätzlich defensive Charakter des Marktes für pharmazeutische Spezialverpackungen kann die Sorgen derzeit nicht überdecken. Belastend wirken:
- Lagerbestandskorrekturen auf Kundenseite
- anhaltende Unsicherheit über die künftigen Wachstumstreiber
- fehlende Zuordnung zu den klaren Wachstumsfavoriten im Sektor
Das von Bernstein gesetzte Kursziel unter 26 Euro deutet darauf hin, dass aus Sicht der Analysten eine nachhaltige Bodenbildung noch nicht erreicht ist.
Charttechnik und Termine im Blick
Kurzfristig versucht die Aktie, sich im Bereich von etwa 27,30 bis 27,50 Euro zu stabilisieren. Ein Abrutschen in Richtung des Bernstein-Kursziels von 25,68 Euro würde neue Tiefststände markieren und den seit Monaten anhaltenden Abwärtstrend fortschreiben.
Operativ rückt nun der 26. Februar 2026 in den Fokus. An diesem Tag will das Unternehmen über den weiteren Geschäftsverlauf informieren und damit potenziell mehr Klarheit zu den mittelfristigen Wachstumsperspektiven liefern. Bis dahin prägt vor allem die zurückhaltende Haltung institutioneller Adressen wie Bernstein die Wahrnehmung der Aktie und hält den Druck auf die Bewertung hoch.
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