Der US-Autoriese General Motors muss massive Abschreibungen auf seine Elektroauto-Sparte vornehmen. Am Donnerstag gab der Konzern bekannt, dass im vierten Quartal Sonderkosten in Höhe von 6 Milliarden Dollar anfallen – allein durch den Rückzug aus zuvor geplanten E-Auto-Projekten. Hinzu kommen weitere 1,1 Milliarden Dollar für den Umbau des China-Geschäfts. Die Aktie verlor nachbörslich knapp zwei Prozent.

Der Großteil der Belastung – 4,2 Milliarden Dollar in bar – entfällt auf Vertragskündigungen und Vergleiche mit Zulieferern. Diese hatten ihre Kapazitäten auf deutlich höhere Produktionsvolumen ausgelegt, bevor sich der Markt dramatisch eintrübte. GM warnt bereits: Weitere Kosten werden 2026 folgen, wenn auch in geringerem Umfang als 2025.

Der Trump-Effekt schlägt voll durch

Die Ursache für das Desaster liegt in der radikalen Kehrtwende der US-Regierung. Präsident Donald Trump hat die staatliche E-Auto-Prämie von 7.500 Dollar ersatzlos gestrichen – und das bereits am 30. September. Die Folgen waren verheerend: Im vierten Quartal brachen die E-Auto-Verkäufe von GM um 43 Prozent ein. Zuvor hatten Kunden noch im dritten Quartal gehetzt eingekauft, um die Prämie mitzunehmen. Nun ist die Talfahrt nicht mehr zu stoppen.

Branchenweit stiegen die E-Auto-Verkäufe 2025 laut Omdia nur noch um magere 1,2 Prozent – ein drastischer Rückgang gegenüber den Vorjahren. Der Datenanbieter Edmunds prognostiziert für 2026 einen E-Auto-Anteil von gerade einmal 6 Prozent am Gesamtmarkt, nach 7,4 Prozent im Jahr 2025.

Von der Vision zum Alptraum

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Dabei hatte GM eine der ambitioniertesten Wetten auf die Elektromobilität überhaupt abgeschlossen. Der Konzern kündigte sogar an, bis 2035 praktisch alle Verbrenner aus dem Programm zu streichen. CEO Mary Barra ruderte zwar nie öffentlich zurück, doch Analysten haben ihre Prognosen für den US-Markt – GMs größten und profitabelsten – inzwischen massiv nach unten korrigiert.

Die Konsequenzen sind bereits sichtbar: Im Januar stoppte GM die Batterieproduktion in zwei Joint-Venture-Werken für sechs Monate. Eine reine E-Auto-Fabrik in Detroit läuft nur noch in einer Schicht. Das Werk in Orion, Michigan, wird komplett umgerüstet – statt Elektroantriebe werden dort künftig SUVs und Pickups mit Verbrennermotor gebaut.

Ford in noch größeren Schwierigkeiten

General Motors steht nicht allein da. Rivale Ford kündigte im Dezember Abschreibungen von kolossalen 19,5 Milliarden Dollar an – mehr als dreimal so viel. Ford streicht praktisch seine gesamte zweite E-Auto-Generation, darunter die vollelektrische Version des F-150 Lightning sowie weitere Trucks und Vans. CEO Jim Farley sprach von einer "schmerzhaften, aber notwendigen" Entscheidung.

Das einzige Licht am Horizont: Ford setzt nun auf eine komplett neue Plattform für erschwingliche Modelle. 2027 soll ein elektrischer Pickup für 30.000 Dollar starten. Ob das ausreicht, bleibt offen.

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