Bain & Company weitet seine Zusammenarbeit mit Palantir deutlich aus. Die Unternehmensberatung reagiert damit auf stark wachsende Nachfrage ihrer Kunden nach gemeinsamer KI-Expertise — und das just in einem Moment, in dem die Bewertungsdebatte rund um die Aktie an Schärfe gewinnt.

Mehr Reichweite, mehr Ambitionen

Die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen besteht seit Mai letzten Jahres. Nun wird der Rahmen erweitert: Bain will Palantirs KI-Plattformen — darunter AIP und Foundry — einem größeren globalen Kundenstamm zugänglich machen. Über 1.500 Experten aus den Bereichen KI, Daten und Architektur sollen dabei helfen, KI-Projekte von der Strategie bis zur operativen Umsetzung durchzuführen.

Die Ankündigung kommt einen Tag nach einer weiteren Meldung: Palantir ist Teil des Konsortiums, das Software für das US-amerikanische Golden-Dome-Raketenabwehrprogramm entwickelt. Das Projekt hat ein Volumen von 185 Milliarden Dollar. Ein Analyst schätzt, dass allein Palantirs Beitrag zur ersten Phase „viele Milliarden Dollar" einbringen könnte — zum Vergleich: Der Gesamtumsatz des Unternehmens lag 2025 bei rund 4,48 Milliarden Dollar.

Starkes Wachstum, hohe Bewertung

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?

Die Fundamentaldaten sind beeindruckend. Im vierten Quartal 2025 erzielte Palantir einen Umsatz von 1,406 Milliarden Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Free Cashflow lag bei 791 Millionen Dollar. Für 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 7,2 Milliarden Dollar an, was einem Wachstum von 61 Prozent entspräche. Das US-amerikanische Kommerzsegment wuchs 2025 um 109 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar.

Genau hier liegt jedoch der Knackpunkt für viele Analysten. Das Konsensrating lautet zwar Kaufen, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 195,23 Dollar. Rosenblatt, UBS und Wedbush sehen die Aktie bei 200 bis 230 Dollar. Jefferies-Analyst Brent Thill empfiehlt hingegen den Verkauf — trotz starker Q4-Zahlen. Seine Begründung: Das aktuelle Bewertungsniveau von rund 208-mal dem bereinigten Gewinn erscheint selbst bei einem prognostizierten Gewinnwachstum von 57 Prozent jährlich bis 2027 schwer rechtfertigbar. Zudem warnt Jefferies vor einer Verlangsamung des internationalen Wachstums und erwartet, dass die Vergleichsbasis im zweiten Halbjahr 2026 besonders anspruchsvoll wird.

Der nächste konkrete Prüfstein ist der Quartalsbericht, der für den 4. Mai 2026 erwartet wird. Dann wird sich zeigen, ob das US-Kommerzsegment — für 2026 mit über 3,1 Milliarden Dollar prognostiziert — die hohen Erwartungen einlöst.

Anzeige

Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...