Fiserv Aktie: Wende durch Aktivisten?
Endlich Bewegung bei dem angeschlagenen Zahlungsdienstleister. Nach einer langen Durststrecke und Kursen nahe dem Jahrestief sorgt der Einstieg eines bekannten Hedgefonds für neue Fantasie und treibt die Notierung deutlich nach oben. Doch reicht der Druck des neuen Großaktionärs aus, um die operative Trendwende unter CEO Mike Lyons nachhaltig zu beschleunigen?
Neuer Großaktionär treibt den Kurs
Marktquellen bestätigten am Dienstag und Mittwoch, dass der aktivistische Investor Jana Partners eine Beteiligung an Fiserv aufgebaut hat. Die Reaktion der Anleger fiel eindeutig aus: Die Aktie legte um rund 7 Prozent zu und notierte zum Handelsschluss bei etwa 63,45 US-Dollar. Nach einem schwierigen Jahr 2025, in dem das Papier massiv unter Druck stand, werten Investoren den Einstieg als Signal für mögliche wertsteigernde Veränderungen.
Berichten zufolge plant Jana Partners keine feindliche Kampagne, sondern unterstützt den seit Mai 2025 amtierenden CEO Mike Lyons. Allerdings fordert der Hedgefonds spezifische strategische Anpassungen, um den "One Fiserv"-Sanierungsplan zu beschleunigen.
Die Forderungen der Aktivisten konzentrieren sich auf drei Kernpunkte:
* Fokus auf das Kerngeschäft: Stärkung der Banken-Sparte und bessere Exekution im Händlergeschäft.
* Portfolio-Bereinigung: Eine strategische Überprüfung soll klären, ob sich das Unternehmen von Randbereichen trennen kann.
* Effizienz: Schnellere Umsetzung der geplanten Maßnahmen zur Kostensenkung.
Gemischte Zahlen als Hintergrund
Der Einstieg von Jana Partners erfolgt in einem fragilen Umfeld. Die am 10. Februar 2026 veröffentlichten Zahlen zum vierten Quartal zeigten ein gemischtes Bild. Zwar übertraf der bereinigte Gewinn pro Aktie mit 1,99 US-Dollar bei einem Umsatz von 5,28 Milliarden US-Dollar die Analystenschätzungen, doch das verlangsamte Wachstum in wichtigen Segmenten belastete die Stimmung. Die Diskrepanz zwischen den soliden Erträgen und der sinkenden Marktkapitalisierung ist genau der Hebel, an dem der neue Investor ansetzen dürfte.
Operative Fortschritte laufen weiter
Unabhängig von den Vorgängen auf Aktionärsebene treibt Fiserv seine technische Vernetzung voran. Am 18. Februar gab das Unternehmen bekannt, dass der Partner Zūm Rails in den USA und Kanada nun den Status als "Payment Facilitator" (PayFac) erreicht hat. Durch die Nutzung der Fiserv-Infrastruktur kann Zūm Rails Kreditkartenzahlungen nun direkt in seine Plattform integrieren und verschiedene Zahlungswege wie ACH und FedNow bündeln.
Das Management steht nun unter doppelter Beobachtung: Einerseits muss die operative Integration solcher Partnerschaften gelingen, andererseits erwarten die Aktionäre durch die Impulse von Jana Partners zügige Resultate bei der strategischen Neuausrichtung.
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