Fiserv treibt im Januar mehrere Projekte parallel voran: neue Partnerschaften, der Ausbau internationaler Aktivitäten und zugleich frischer juristischer Gegenwind. Genau diese Mischung dürfte den Blick vieler Anleger auf ein Thema lenken: Wie viel davon schlägt sich in den kommenden Zahlen nieder?

  • Ausbau der Kooperation mit ServiceNow für KI-gestützte Abläufe, Start der Einführung im 1. Quartal 2026
  • Exklusive Zusammenarbeit mit Affirm: „Buy now, pay later“ direkt über Debitkarten für Bankkunden
  • Japan-Start der Clover-Plattform mit SMCC, geplant für Ende 2026
  • Neue Klage wegen angeblich unzureichender Cybersecurity sowie weitere Aktionärsklagen aus 2025

Partnerschaften und Expansion

Im operativen Geschäft setzt Fiserv weiter auf Kooperationen. Mit ServiceNow will das Unternehmen die KI-gestützte Transformation im Finanzsektor beschleunigen. Konkret plant Fiserv, den Einsatz von „Now Assist“ für Financial Services Operations (FSO) sowie IT Service Management (ITSM) hochzufahren. Ziel sind robustere Betriebsabläufe und ein besseres Kundenerlebnis. Die Einführung dieser KI-Tools soll im ersten Quartal 2026 starten.

Parallel baut Fiserv sein Angebot rund um flexible Zahlungsmodelle aus. Dafür geht das Unternehmen eine exklusive Zusammenarbeit mit Affirm ein. Banken und Kreditgenossenschaften, die Kunden von Fiserv sind, sollen dadurch „Buy now, pay later“ (BNPL) in Debitkarten integrieren können. Der Schritt erweitert eine bereits 2022 geschlossene Vereinbarung und soll Ratenkredite für Debitkarten-Käufe ermöglichen.

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International rückt Japan in den Fokus. Über eine strategische Partnerschaft mit der Sumitomo Mitsui Card Company (SMCC) will Fiserv seine Clover-Plattform für Zahlungen und Geschäftsmanagement in Japan starten. Der Livegang ist für Ende 2026 vorgesehen. Das Projekt soll Japans Ziel unterstützen, den Anteil bargeldloser Zahlungen zu erhöhen, und erweitert die Präsenz im Asien-Pazifik-Raum.

Klagen und Aktionärsverfahren

Neben den Wachstumsplänen muss sich Fiserv auch mit juristischen Auseinandersetzungen befassen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die FiCare Federal Credit Union Klage eingereicht hat. Der Vorwurf: unzureichende Cybersicherheit bei der Online-Banking-Plattform. Laut Klage sollen Hacker in das System eingedrungen sein, was zu Verlusten bei Kunden geführt habe. Außerdem soll Fiserv die Kreditgenossenschaft anschließend für ein Sicherheits-Upgrade zur Kasse gebeten haben. Fiserv weist die Vorwürfe zurück.

Hinzu kommen Verfahren aus dem Vorjahr. Eine Sammelklage im Namen von Aktionären wirft dem Unternehmen vor, bei Aussagen zur 2025er-Prognose und zu Geschäftsinitiativen irreführend gewesen zu sein. Zudem haben institutionelle Aktionäre eine weitere Klage eingereicht: Fiserv soll Investoren beim organischen Wachstum getäuscht haben, indem Altkunden gegen ihren Willen auf die Clover-Plattform migriert worden seien. Auch diesen Vorwürfen widerspricht Fiserv nach eigenen Angaben.

Nächster Termin im Kalender

Der nächste konkrete Prüfstein folgt bald: Die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 will Fiserv am Dienstag vor US-Börsenstart vorlegen, anschließend ist ein Live-Webcast geplant. Zusätzlich plant das Unternehmen einen Investor Day in der ersten Jahreshälfte 2026 – dort dürfte das Management weitere Details zur strategischen Ausrichtung und zum Finanzausblick liefern.

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