Ethereum steht an einem Wendepunkt. Während Co-Gründer Vitalik Buterin persönlich Millionen in die Netzwerk-Entwicklung pumpt, fährt die Ethereum Foundation ihre Ausgaben zurück. Gleichzeitig rückt ein neues Thema in den Fokus: Schutz vor Quantencomputern.

43 Millionen Dollar für Open-Source-Projekte

Am 30. Januar gab Buterin bekannt, 16.384 ETH aus seinem persönlichen Vermögen für Open-Source-Entwicklung bereitzustellen. Der Gegenwert: rund 43 Millionen Dollar. Das Geld fließt in Sicherheits- und Datenschutzprojekte, die weit über Ethereum hinausgehen.

Buterin spricht von einem „Full Stack" an sicherer, verifizierbarer Software und Hardware. Anwendungsfelder reichen von Finanzen über verschlüsselte Kommunikation bis hin zu Biotechnologie und öffentlicher Gesundheit. Die Initiative zeigt: Buterin denkt größer als nur an seine eigene Blockchain.

Foundation setzt auf „milde Sparsamkeit"

Parallel dazu verkündete die Ethereum Foundation einen Kurswechsel. Die Organisation, die laut Blockchain-Analysten Arkham über Krypto-Assets im Wert von etwa 558 Millionen Dollar verfügt, wechselt in einen Sparmodus. Buterin selbst hält ETH im Gegenwert von rund 666 Millionen Dollar.

Der Grund: Die ambitionierte Roadmap soll mit langfristiger finanzieller Stabilität in Einklang gebracht werden. Künftig liegt der Fokus auf „Ethereum für Menschen, die es brauchen" – Dezentralisierung, Selbstbestimmung und Datenschutz stehen vor Corporate-Strategien.

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Quantencomputer im Visier

Anfang Januar erklärte die Foundation Post-Quanten-Sicherheit zur Top-Priorität. Ein eigenes Forschungsteam unter Leitung von Thomas Coratger wurde gebildet. Zwei Millionen Dollar fließen in gezielte Forschung, darunter eine Million für den „Poseidon Prize" zur Stärkung der Poseidon-Hash-Funktion in Zero-Knowledge-Systemen.

Ab Februar starten zweiwöchentliche Entwickler-Sessions zu Post-Quanten-Transaktionen. Die Vorbereitung auf eine potenzielle Bedrohung durch Quantencomputer wird damit zu einem zentralen Baustein der Ethereum-Strategie.

Zwei Upgrades für 2026 geplant

Die technische Roadmap sieht zwei größere Protokoll-Updates vor. Glamsterdam ist für die erste Jahreshälfte angesetzt und konzentriert sich auf Effizienzsteigerungen bei der Execution-Ebene. Hegota folgt in der zweiten Jahreshälfte mit Fokus auf Verkle Trees – eine Technologie, die den Speicherbedarf für Node-Betreiber drastisch senken soll.

Ethereum setzt damit auf kleinere, häufigere Updates statt auf risikoreiche Großprojekte. Die neue Strategie soll Entwicklung beschleunigen und gleichzeitig Fehlerrisiken minimieren.

Kurs bleibt unter Druck

Die ETH-Notierung steht weiterhin unter Verkaufsdruck. Nach dem Hoch bei knapp 4.700 Dollar im Oktober 2025 hat sich der Wert mehr als halbiert. Im Jahresvergleich liegt ETH etwa 16 Prozent im Minus.

Mit Buterins persönlichem Investment, der verschärften Ausgabendisziplin und der Fokussierung auf Post-Quanten-Sicherheit richtet sich Ethereum strategisch auf die Langfristperspektive aus. Das Glamsterdam-Upgrade in den kommenden Monaten wird zeigen, ob die technische Roadmap wie geplant umgesetzt werden kann.

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