Fiserv startet mit einer Reihe strategischer Partnerschaften ins neue Jahr – und bereitet sich gleichzeitig auf die Veröffentlichung seiner Quartalszahlen am 10. Februar vor. Die jüngsten Kooperationen mit Affirm und ServiceNow sollen das Geschäft stabilisieren, nachdem ein schwaches drittes Quartal 2025 die Aktie belastet hatte.

Affirm bringt BNPL auf Debitkarten

Am 26. Januar gab Fiserv eine exklusive Zusammenarbeit mit Affirm bekannt. Künftig können Tausende US-Banken und Kreditgenossenschaften ihren Kunden Buy-Now-Pay-Later-Optionen direkt auf der Debitkarte anbieten – ohne eigene Kreditprodukte entwickeln zu müssen.

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Die wichtigsten Merkmale der Partnerschaft:

  • Affirm übernimmt Kreditprüfung, Kreditvergabe und Finanzierung in Echtzeit
  • Zugang zu Affirms Händlernetzwerk mit fast 420.000 Partnern
  • Integration in bestehende Debitprogramme zur Steigerung der Transaktionsvolumina

Erik Wichita, Leiter des Kartengeschäfts bei Fiserv, erklärte: „Regionale Banken und Kreditgenossenschaften wollen die sich wandelnden Erwartungen der Verbraucher erfüllen, die mehr Flexibilität bei der Bezahlung verlangen."

ServiceNow-Kooperation für KI-Transformation

Zwei Tage später, am 28. Januar, folgte die Ankündigung einer erweiterten Partnerschaft mit ServiceNow. Fiserv will die KI-gestützte Plattform Now Assist for Financial Services Operations und IT Service Management im ersten Quartal 2026 ausrollen.

Ziel ist es, Probleme früher zu erkennen und Störungen schneller zu beheben. Pete Cavicchia, globaler Technologiechef bei Fiserv, betonte: „Wir integrieren Intelligenz direkt in unsere operativen Arbeitsabläufe, damit unsere Teams effizienter und einheitlicher arbeiten können."

Quartalszahlen unter besonderer Beobachtung

Der Zahlenvorlage am 10. Februar kommt besondere Bedeutung zu. Im dritten Quartal 2025 hatte Fiserv mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,04 Dollar die Erwartungen um fast 23 Prozent verfehlt. Auch der Umsatz lag rund 8 Prozent unter den Prognosen.

Die Folge: Das Management senkte die Jahresprognose 2025 deutlich – vom ursprünglich angestrebten Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent auf nur noch 3,5 bis 4 Prozent. Beim bereinigten Gewinn je Aktie wurde die Spanne von 10,15 bis 10,30 Dollar auf 8,50 bis 8,60 Dollar gekappt.

Laut einem Investorenbrief des Hotchkis & Wiley Large Cap Disciplined Value Fund bezeichnete der neue CEO das Jahr 2026 als Übergangsjahr, das die langfristige Wachstumsdynamik auf ein niedrigeres Niveau zurücksetze.

Die Kombination aus strategischen Partnerschaften und den anstehenden Quartalszahlen dürfte zeigen, ob Fiserv die Trendwende einleiten kann. Am 10. Februar folgt um 14 Uhr deutscher Zeit die Telefonkonferenz mit weiteren Details.

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